Donnerstag, 04. August 2016

Meraner Finanzpolizei: Verdacht auf Steuerskandal

Mehr als 25 Millionen Euro an Steuergeldern soll ein Unternehmen hintergezogen haben, das zwar seinen offiziellen Sitz in Frankreich hat, aber de facto in ganz Italien tätig ist. Die Finanzpolizei hegt den Verdacht, dass die Gewinne in Italien nicht versteuert wurden. Laut Finanzpolizei ist der Firmenchef ein Südtiroler.

Die Finanzpolizei hat eine Firma ausfindig gemacht, die mehr als 25 Millionen Euro Gewinn am Fiskus vorbeigeleitet haben könnte.
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Die Finanzpolizei hat eine Firma ausfindig gemacht, die mehr als 25 Millionen Euro Gewinn am Fiskus vorbeigeleitet haben könnte.

Die Finanzpolizei könnte eine internationale Steuerhinterziehung aufgedeckt haben. Eine französische Firma, die im Bereich von Ausstattungen für Krankenhäuser und Pflegeheime in ganz Italien tätig ist, soll dem italienischen Fiskus Gewinne von über 25 Millionen Euro vorenthalten haben.

Dank intensiver Ermittlungen haben die Meraner Finanzpolizisten entdeckt, dass sich die von einem Südtiroler geleitete Firma mehrere Jahre lang Ausschreibungen für Krankenhäuser und Pflegeheime in ganz Italien gesichert hat. Allerdings hat die Firma laut den Ermittlern nie in Italien ihre Gewinne versteuert. Nun muss noch überprüft werden, ob die Steuern in Frankreich bezahlt wurden

Die Steuerfahnder kamen dem möglicherweise illegalen Treiben über die Bankdaten der Firma auf die Spur. Weitere Erhebungen zeigten auf, dass sich die Handelsbüros, die Logistik und die Verwaltung des Unternehmens in Italien befinden sollen. Bei einer Steuerkontrolle in den Büros soll nämlich festgestellt worden sein, dass jegliche Aktivität der Firma in Italien ablief.

stol

stol