„Stall und Haus sind zum Glück unversehrt. Doch ich bin mir zu 100 Prozent sicher, wäre ich nicht hiergeblieben, hätte ich alles verloren“, sagte Siegel gegenüber der Sonntagszeitung „Zett“.<BR /><BR />Siegel wohnt seit 7 Jahren in Los Angeles, seit wenigen Monaten auf seiner eigenen, 9 Hektar großen Pferderanch in Topanga. Bereits am Dienstag war das Gebiet in den Santa-Monica-Mountains evakuiert worden. Doch Siegel brachte nur seine 6 Pferde und 2 Esel in Sicherheit und kehrte wieder zurück. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1117479_image" /></div> <BR /><BR />„Es ist, als ob der Tschögglberg von Meran bis Bozen in 3 Stunden abbrennt. Doch die Flammen hier waren 40 bis 50 Meter hoch, das kann man sich nicht vorstellen“, schilderte Siegel. Er harrte aus, löschte das Feuer mit Wasser aus dem Gartenschlauch, mit Sand und Feuerlöschern, erstickte kleine Glutnester mit dem Traktor. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1117482_image" /></div> <BR />Dann kamen 4 Nachbarn trotz Polizeiabsperrungen zurück, gemeinsam kämpften sie weiter gegen das Feuer. Am Donnerstag erreichten dann 2 Löschtankwagen der Feuerwehr von Los Angeles die Ranch, in der Folge kam ein Löschzug aus dem Bundesstaat Oregon. Das Wasser vor Ort ist derzeit täglich nur 2 Stunden lang verfügbar. Die Löschhubschrauber können wegen der starken Winde kaum starten. Und immer wieder flammen Glutnester auf. <h3> Wie im Kriegsgebiet</h3> „Meine Ranch sieht aus wie ein Kriegsgebiet. Zäune und Koppeln, Vegetation und Bäume – alles ist weg. Im Tal und an der Küste soll es noch viel schlimmer sein“, so der 46-Jährige. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1117485_image" /></div> <BR /><BR />Doch die Solidarität der Amerikaner sei groß. „Ich sage nicht, dass es so etwas in Südtirol nicht gibt, aber die Unterstützung hier ist ein Wahnsinn“, erzählte Siegel der „Zett“. Täglich würden Freunde im Tal bei seinen Pferden nach dem Rechten schauen, Wasserflaschen kaufen oder zum Baumarkt fahren, um Diesel und Feuerlöscher zu besorgen.<BR /><BR /> Bei den Checkpoints der Polizei könnten Siegel und seine Nachbarn die Sachen dann abholen. Wie sich die Brandsituation weiterentwickelt, ist vorerst ungewiss. Doch Siegel betonte: „Wir kämpfen bis zum Ende.“