Dienstag, 01. September 2020

Meraner Nord-West-Umfahrung: Vertrag unterzeichnet

Für den Bau der Meraner Nord-Westumfahrung wurde am Dienstag im Mobilitätsressort des Landes in Bozen der Vertrag mit den Baufirmen unterzeichnet. Arbeitsauftakt ist am 8. September.

Rendering der Nord-Westumfahrung Meran.
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Rendering der Nord-Westumfahrung Meran. - Foto: © LPA
Das derzeit größte Bauvorhaben des Landes, die Nord-Westumfahrung von Meran, geht nun in die operative Phase. Im Mobilitätsressort in Bozen wurden am heutigen 1. September die Unterschriften unter den Vertrag zwischen dem Land und der Bietergemeinschaft Carron Bau Srl GmbH (Gruppenführer), Mair Josef & Co. KG des Mair Klaus und Di Vincenzo Dino & C. AG gesetzt, die die neue Verkehrsinfrastruktur bauen wird.

Verkehrsflüsse und Lebensqualität verbessern

Der Mobilitätslandesrat unterstrich dabei: „Die Nord-West Umfahrung von Meran mit dem Tunnel unter dem Küchelberg ist wichtig für bessere Verkehrsflüsse in Meran und für Passierteil aber verbessert auch die Mobilität in Südtirol insgesamt.“ Zudem würde durch die neue Infrastruktur mehr Lebensqualität in der Passerstadt und Umgebung geschaffen.

Arbeitsauftakt am 8. September

Durch zahlreiche Rekurse und Prüfungsverfahren hat sich der Bau bereits lange hinausgezögert. Nun wolle man endlich durchstarten, sagt der Mobilitätslandesrat. Termin für den Auftakt zu den Arbeiten ist somit bereits am Dienstag kommender Woche um 14 Uhr beim Bauhof Meran.

Umfahrung: 3 Kilometer in 2 Baulosen

Die rund 3 Kilometer lange Nord-West-Umfahrung von Meran verläuft weitgehend unterirdisch. Die Verkehrsinfrastruktur soll die Stadt vom Durchzugsverkehr entlasten und das Passeiertal und Dorf Tirol besser an die Schnellstraße Meran-Bozen anbinden.



Verwirklicht wird die Umfahrung laut Tiefbauabteilungsdirektor Valentino Pagani in 2 Baulosen. Im Anschluss an den Tunnel von der Schnellstraße Meran-Bozen MeBo bis zum Meraner Bahnhof, welcher im Oktober 2013 für den Verkehr geöffnet wurde (Baulos 1) wird nun der sogenannte Küchelbergtunnel unterhalb der Goethestraße und des Zenobergs bis hin zur Handwerkerzone von Tirol gebaut (Baulos 2). Dort wird ein Kreisverkehr mit Anschlussstraßen in Richtung Passeier, Tirol und Obermais angelegt.

Im Zuge der Arbeiten wird auch die Brücke über die Passer unterhalb der Zenoburg erneuert und abgesenkt. Der gesamte Tunnelbau erfolgt in bergmännischer Bauweise. Es ist somit keine offene Bauweise mit einer offenen Baugrube vorgesehen, bis auf kleine Bereiche, wie für die Fluchtwege und die Startbaustelle beim Bauhof der Gemeinde Meran. Die Bauzeit wird voraussichtlich rund 5 Jahre dauern.

lpa