Freitag, 19. Mai 2017

Meraner Pferderennplatz: Flüchtlinge sanieren Grenzmauer

Zu Beginn der Woche wurden die Sanierungsarbeiten an der insgesamt 400 Meter langen und zwei Meter hohen Grenzmauer des Pferderennplatzes längs der Gampenstraße in Angriff genommen. Bei den Arbeiten wird der Gemeindebauhof von vier Flüchtlingen unterstützt.

Von links: Stadträtin Gabriela Strohmer, Mike Okojie, Vizebürgermeister Andrea Rossi, Tudebi Iweriebor, Martino Zorzi, Konrad Kofler, Gemeindegeometer Jari Cecchini und Josef Greiter.  - Foto: Gemeinde Meran
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Von links: Stadträtin Gabriela Strohmer, Mike Okojie, Vizebürgermeister Andrea Rossi, Tudebi Iweriebor, Martino Zorzi, Konrad Kofler, Gemeindegeometer Jari Cecchini und Josef Greiter. - Foto: Gemeinde Meran

Vier Asylbewerber - zwei ausgebildete Maurer, die im Haus Noah in Prissian untergebracht sind (Mike Okojie und Tudebi Iweriebor, beide aus Nigeria) und zwei Maler vom Flüchtlingsheim an der 4.-November-Straße in Meran (Musa Jallow aus Mali und Saidou Niang aus Senegal) - sind seit Montag mit der außerordentlichen Instandhaltung der Grenzmauer des Pferderennplatzes an der Gampenstraße beschäftigt. Die Arbeiten an den erhöhten Strukturen der Mauer, unter anderem fünf Torbögen, führt im Auftrag des Gemeindebauhofs hingegen die Baufirma DeFazio durch.

„Wertvolle Hilfe“ und „Würdevolles Dasein“
Erfreut über diese Aktion zeigten sich Vizebürgermeister Andrea Rossi und Stadträtin Gabriela Strohmer. "Wir möchten dazu beitragen, dass diese Menschen einer sinnvollem Beschäftigung nachgehen und den Meranerinnen und Meranern zeigen können, dass sie willens sind, ihren Beitrag für ein gutes Zusammenleben in der Stadt zu leisten", unterstrich Rossi. "Die Tatsache, dass diese Menschen trotz ihrer Schicksalschläge jetzt hier bei uns Arbeitserfahrungen sammeln können und sich dabei als Teil unserer Gemeinschaft anerkannt sehen, ist für sie eine wertvolle Hilfe und trägt zu einem würdevollen Dasein bei", hob Strohmer hervor.

Wiederholt erfolgreich
Die Meraner Gemeindeverwaltung hat bis jetzt bereits zehn Flüchtlinge in ihren Dienst aufgenommen. Sie arbeiteten unter anderem bei der Stadtgärtnerei, beim städtischen Friedhof, in der Mensa und bei der Stadtpolizei. Vier weitere Asylbewerber waren für die Stadtwerke im Einsatz.

Kein Lohn

"Um solche Erfahrungen zu ermöglichen, hatte die Gemeinde bereits im Dezember 2015 ein Einvernehmensprotokoll mit dem Regierungskommissariat, dem Land, der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt und den Vereinigungen River Equipe und Caritas unterzeichnet. Dadurch können Flüchtlinge in öffentlichen Einrichtungen gemeinnützige Arbeiten zu verrichten. Sie erhalten für diese freiwillige Tätigkeit keinen Lohn", erinnert Rossi.

stol

stol