„Die digitale Streckenmaut hatten wir über den Flex-Service im ASFINAG-Konto aktiviert, die 10-Tages-Vignette wollte ich wie immer online erwerben“, erzählt sie. Und da nahm das Malheur seinen langen Lauf.<BR /><BR />Bei zweimaligem Login und Eingabe der Zahlungsdaten auf der offiziellen ASFINAG-Seite habe die Bestellung als abgebrochen aufgeschienen. „Wir waren bereits auf Nordtiroler Seite, da habe ich das Kundenzentrum der ASFINAG angerufen. Eine sehr freundliche Dame wies mich darauf hin, dass es technische Probleme mit dem Onlinedienst gibt und ich es über den ADAC-Login versuchen sollte“, schildert die Untermaiserin die Situation.<BR /><BR />Während der Fahrt und in aller Eile ist die Untermaiserin dann online falsch abgebogen, landete nicht auf der ADAC-Seite, sondern bei einem scheinbar offiziellen seriösen Online-Vignettenshop. Schon nach wenigen Minuten wurden über die Kreditkarte 12,80 Euro abgebucht. So weit, so gut, dachte sich die Frau. Da es sich um einen geringfügigen Betrag gehandelt habe, habe sie das Ganze zunächst vergessen.<BR /><BR />Stutzig wurde sie erst, als im Februar und März erneut zu Monatsbeginn je 12,80 Euro für die 10-Tages-Vignette abgebucht wurden, sie aber in beiden Fällen keine Vignette beantragt hatte und selbstredend nicht auf Österreichs Autobahnen unterwegs gewesen war.<BR /><BR />Auf ihre Versuche hin, von der ASFINAG die zu viel bezahlte Autobahngebühr rückerstattet zu bekommen, bekam sie per Mail folgende Antwort: „Der Betreiber der Website (über die die Untermaiserin gebucht hatte, Anm. d. Red.) ist kein Vertriebspartner der ASFINAG. Er hat ihr Produkt von uns erworben und an sie weiterverkauft. Meist verlangen diese Anbieter zusätzlich zum Preis des Mautproduktes eine Vermittlungsgebühr.“<BR /><BR />Erst da wurde ihr klar, dass sie über eine Drittanbieter-Seite in eine Abofalle getappt war. „Ich habe dann recherchiert und erfahren, dass in der Vergangenheit bereits in verschiedenen Medien sowohl Behörden als auch Kunden auf diese Abzocke hingewiesen hatten“, erzählt sie. Ihre Lektion: „Sich nicht von Hektik treiben zu lassen und auf der offiziellen und damit sicheren ASFINAG-Seite bleiben“, sagt sie.<BR /><BR />Die Untermaiserin versucht jetzt, die Zahlungen über ihre Kreditkarte stornieren zu lassen und weitere Abbuchungen zu unterbinden. Nicht stornieren ließ sich die 200 Euro-Strafe der ASFINAG, die Wochen später ins Haus geflattert ist – für das nicht rechtzeitige Bezahlen der Maut an jenem Tag.