Nass, nasser am nassesten: Meran hat heuer seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1920 – im Zeitraum von Jänner bis Ende Oktober – noch nie so viel Niederschlag abbekommen wie heuer. <BR /><BR />„Und zwar 990 Liter Regen je Quadratmeter“, sagt Landesmeteorologe Dieter Peterlin. Das trübe Wetter zeitigte auch sonst im wahrsten Sinne des Wortes seine Schattenseiten: Meran hatte 40 Prozent weniger Sonnenstunden – so wenig wie nie seit Aufzeichnungsbeginn 2004.<BR /><BR />„In Meran fielen heuer – von Jänner bis Ende Oktober – stolze 990 Liter Regen je Quadratmeter und damit so viel wie noch nie seit Messbeginn im Jahre 1920“, sagt Landesmeteorologe Peterlin. Bisher lag die Höchstmenge in den ersten 10 Monaten bei 898 Litern Regen je Quadratmeter im Jahr 1981, resümiert Peterlin. <BR /><BR />„Der absolute Jahresrekord – also alle 12 Monate betrachtet – beträgt 1163 Liter je Quadratmeter aus dem Jahr 2000. Für das trockenste Meraner Jahr muss man bis zum Jahr 1943 zurückgehen, damals wurden im gesamten Jahr nur 339 Liter Regen gemessen“, weiß Dieter Peterlin.<BR /><BR />In St. Walburg wurden heuer bisher 1176 Liter Regen je Quadratmeter gemessen und in St. Martin in Passeier gar 1277 Liter.<BR /><BR />Außerdem bemerkenswert sei heuer der trübe Herbst. „Seit dem 1. September, meteorologischer Herbstbeginn, bis vorgestern, 29. Oktober, schien die Sonne in Meran nur 229 Stunden lang, das sind rund 40 Prozent weniger als noch im letzten Jahr und so wenig wie noch nie seit Messbeginn vor 20 Jahren“, führt Peterlin aus. Nun habe sich das Wetter aber gedreht. „Jeden Tag scheint die Sonne und ein Ende dieses ,goldenen Herbstwetters‘ ist auch nicht in Sicht“, prognostiziert der Landesmeteorologe.