Als mögliche Auslöser gelten eine schlechte Note oder ein Streit mit einem Mitschüler, den die Lehrerin verteidigt haben soll.<BR /><BR />Die Lehrerin verbrachte die Nacht auf Donnerstag ohne Komplikationen auf der Intensivstation ds Krankenhauses in Bergamo. Ihr Zustand hat sich inzwischen verbessert, sie wurde auf eine normale Station verlegt. Die Ermittlungen laufen unterdessen auf Hochtouren. Bekannt wurde auch, dass der Junge vor der Tat in sozialen Netzwerken einen Text mit dem Titel „Die endgültige Lösung“ veröffentlicht hatte, in dem er sein Vorhaben ankündigte.<BR /><BR />Der Angriff ereignete sich am Mittwoch gegen 7.45 Uhr, als Lehrer und Schüler des Instituts „Leonardo da Vinci“ ihre Klassen betraten. Der 13-Jährige erschien mit einem T-Shirt mit der Aufschrift „Rache“. Im Flur des ersten Stocks stellte er die Lehrerin vor mindestens drei Schülern zur Rede und stach mehrfach auf sie ein. Dabei verletzte er sie am Bauch und am Hals. Die Tat filmte er mit seinem Handy und übertrug sie live auf Telegram.<BR /><BR />Der Schüler wurde von einem Lehrer und zwei Schulmitarbeitern überwältigt und entwaffnet. In seinem Rucksack fanden sich zudem eine Schreckschusspistole. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung, in der er mit seiner Mutter lebt, entdeckten die Carabinieri weiteres potenziell gefährliches Material, darunter Säuren und Düngemittel, das beschlagnahmt wurde und nun untersucht wird.<BR /><BR />Die Jugendstaatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Aufgrund seines Alters ist der Schüler jedoch nicht strafmündig und kann nicht vor Gericht gestellt werden. Nach Aussagen von Mitschülern und Eltern war der Jugendliche zuvor nicht durch auffälliges Verhalten bekannt. Er befindet sich derzeit mit Zustimmung seiner Eltern in einer geschützten Einrichtung.<BR /><BR />Nach Angaben der Ermittler hatte der Junge vor der Tat auf Telegram einen Text veröffentlicht, in dem er seine Beweggründe darlegte. Darin beschreibt er Frustration, das Gefühl von Ungerechtigkeit, soziale Isolation sowie den Wunsch nach „Rache“. Zudem verwies er auf sein Alter und darauf, dass er strafrechtlich nicht belangt werden könne. Die Lehrerin wird von einigen Schülern als streng beschrieben. Sie hat an der Universität Bergamo Sprachwissenschaften studiert und unterrichtet seit 2009 Französisch.