Samstag, 01. September 2018

Messerattacke in Bozen: „Haben uns nur verteidigt“

Die beiden jungen Männer, die am 8. August in der Bozner Reschenstraße einen 19-Jährigen aus Bozen mit einem Messer schwer verletzt haben, sind wieder auf freiem Fuß.

Foto: Facebook
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Bei der Haftprüfung am Freitag sollen sie angegeben haben, sich nur verteidigt zu haben. Der 19-Jährige selbst sei es gewesen, der zusammen mit weiteren 5 Jugendlichen auf sie losgegangen sei.

Dies sollen der 23-jährige A.B. und der 24-jährige H.B. angegeben haben. Demnach soll der Bozner mit einem Messer auf sie losgegangen sein. Sogar ein Hund sei auf sie gehetzt worden. Sie hätten sich in der Folge nur verteidigt.

Übergriff am 8. August

Zugetragen hatte sich der blutige Zwischenfall am 8. August in der Bozner Reschenstraße. Am helllichten Nachmittag war ein 19-Jähriger mit einem Messer angegriffen und das halbe Ohr abgeschnitten worden.

Dank Personenangabe und Aufzeichnungen einer Videoüberwachung eines nahe gelegenen Supermarktes konnten die beiden mutmaßlichen Täter rasch ausgeforscht werden. Sie wurden nach tagelanger Fahndung verhaftet.

Wieder auf freiem Fuß

Seit Freitag sind die beiden jungen Männer – es handelt sich um Ausländer, die über keinen festen Wohnsitz verfügen – wieder auf freiem Fuß. Allerdings wurde über die beiden die Auflage verhängt, dass sie täglich in der Bozner Quästur vorstellig werden müssen. Außerdem dürfen sie sich weder dem Opfer noch dessen Bekannten nähern, die laut ihren Angaben vor 3 Wochen an dem blutigen Zwischenfall beteiligt waren.

Warum genau es zu dem Übergriff gekommen ist, ist derzeit noch nicht völlig klar. Ihrem Verteidiger, Anwalt Marco Boscarol, gegenüber sollen die beiden jungen Männer gesagt haben, dass dem blutigen Zwischenfall eine Auseinandersetzung um eine Beziehung vorangegangen sei.

D/em

stol