Heute beschäftigen wir uns mit Meteoren-Einschlägen auf der Erdoberfläche.<BR /><BR />Ein Gutteil von Staub, Felsen und anderen kosmischen Unreinheiten treffen täglich auf die Erde ein. Im Durschnitt wird unser Planet täglich von ca. 100 Tonnen Teilchen aus dem Weltall bombardiert. Viele dieser Teile verglühen in der Atmosphäre. Ein Teil davon erreicht allerdings die Erdoberfläche. <BR /><BR />Die Meteore stellen oft derart spektakuläre Himmelserscheinungen dar, dass die Größe und Masse der verursachenden Teilchen, die in die Erdatmosphäre eindringen, stark überschätzt wird. Die meisten dieser Erscheinungen sind Staubkörner.<BR /><BR />Was wir am Himmel sehen, ist nicht ein durch Reibung mit den Luftschichten bedingtes Aufleuchten und Verdampfen des Teilchens. Vielmehr wird die in dem Meteoriten steckende Bewegungsenergie teilweise dazu verbraucht, die verdampften Atome zu ionisieren. Die Atome verlieren also vorübergehend ihre Elektronen. Bei der Wiedervereinigung der Atomkernen und Elektronen entsteht ein Rekombinationsleuchten. <BR /><BR /><b>Einteilung der Meteorite</b><BR /><BR />Grundsätzlich kann man die Meteorite in Stein- und Eisenmeteorite einteilen. Die Zahl der niedergehenden Meteorsteine ist bedeutend größer als die der Meteoreisen. Andererseits überwiegt bei Meteoritenfunden, denen keine beobachteten Fälle vorausgingen, bei weitem die Eisenmeteorite. Das ist verständlich, wenn man bedenkt, welchen starken Verwitterungsprozessen auf der Erde die Meteorsteine im Laufe der Jahre ausgesetzt sind. Bei etwa 532 beobachteten und untersuchten Meteoritenfälle wurden daher 504 Stein- aber nur 28 Eisenmeteorite gefunden. Bei 527 Funden ohne vorher beobachteten Fallerscheinungen war es 121 Stein- aber 406 Eisenmeteorite. <BR /><BR /><b>Die größten Meteorite der Erde</b><BR /><BR />Der schwerste in einem Stück erhaltene Meteorit befindet sich auf der Hobafarm in Südwestafrika. Er wurde als Meteoreisen im Jahr 1920 gefunden und hat ein Gewicht von 60 Tonnen. Die Abmessungen sind 2,95 x 2,84 x 1,25 Meter. Der Meteorit, der 1,5 Meter im Boden eingebettet liegt wurde unter Naturschutz gestellt. Weitere große Eisenmeteorite wurden gefunden in:<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="775370_image" /></div> <BR /><BR />In der Tabelle handelt es sich ausnahmslos um Eisenmeteoriten. Der größte, bisher aufgezeichnete Steinmeteorit fiel am 8. März 1976 in Kirin, China, mit 1,77 Tonnen. <BR /><BR />Der Meteorit von Cape York kann heute im American Museum of Natural History betrachtet werden. In Sichote Alin bei Wladiwostok fielen am 12. Februar 1947 mehrere Meteorite zur Erde. Das größte Stück wiegt, wie in der Tabelle angeführt, 1,7 Tonnen.<BR /><BR /><b>Große Meteoritenkrater</b><BR /><BR />Die größten Meteoritenfälle waren auch mit der Entstehung von Kratern verbunden. Je nach dem Alter dieser Meteoritenkrater und dem dadurch bedingten Grad der Verwitterung und der Umschichtung der Erdkruste sind sie als auffällige landschaftliche Gebilde aber häufig praktisch überhaupt nicht mehr erkennbar. <BR /><BR />Am bekanntesten sind:<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="775373_image" /></div> <BR /><BR />Zum Schluss sei noch der Fall bei der Steinigen Tunguska in der Sibirischen Teiga am 13. Juni 1908 erwähnt. Ein riesiger Waldbestand wurde bis zu 40 km Abstand von der mutmaßlichen Niedergangstelle eines Meteoriten verwüstet, in einer weiteren Ring-Zone bis 65 km durch den Luftdruck umgelegt. Vermutlich drang hier der Kern eines kleinen Kometen oder ein Apollo-Asteroid mit einem Durchmesser von 100 m in die Erdatmosphäre ein und zerbarst in eine Staubwolke, ehe er die Oberfläche erreichte.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />