Freitag, 29. Mai 2015

Meteorologen: „Der Sommer wird eher zu warm“

Mit dem 31. Mai geht der meteorologische Frühling zu Ende. Er geht als überdurchschnittlich warm in die Wettergeschichte ein, heißt es vom Wetterdienst des Landes. Aktuelle Langzeitprognosen gehen von einem eher „zu warmen“ als „zu kühlen“ Sommer aus.

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Foto: © LaPresse

In Bozen wurde im März, April und Mai eine mittlere Temperatur von 14,5 Grad Celsius gemessen. „Der Vergleichswert liegt bei 13,3 Grad Celsius", erklärt der Meteorologe Dieter Peterlin. Alle drei Monate waren dabei laut Peterlin zu warm.

Die höchste Temperatur wurde mit 29,9 Grad Celsius am 14. Mai in Auer gemessen. Am kältesten war es im Frühling am 7. März in St. Veit in Prags mit -10,6 Grad Celsius.

Noch deutlich kälter war es am 7. April im Hochgebirge, an den Wetterstationen oberhalb von 3000 Meter Meereshöhe wurden vom Landeswetterdienst -21 Grad Celsius gemessen.

Die Niederschlagsbilanz im Frühling ist dank eines nassen Mai weitgehend ausgeglichen. Waren die Monate März und besonders der April noch sehr trocken, hat es im Mai überdurchschnittlich viel geregnet. "In ganz Südtirol lagen die Regenmengen um 30 bis 100 Prozent über den monatlichen Durchschnittsmengen", sagt Peterlin.

Die regenreichste Wetterstation im Mai war dabei Ridnaun mit 247 Millimeter Niederschlag. Dies zeigen die Daten des Landeswetterdiensts bis 29. Mai 2015.

Die Meteorologen des Landeswetterdiensts wagen auch ein Blick auf das heurige Südtiroler Sommerwetter. Aktuelle Langzeitprognosen gehen von einem eher „zu warmen" als „zu kühlen" Sommer aus. „Allerdings sind solche saisonale Vorhersagen mit großer Vorsicht zu genießen, denn deren Zuverlässigkeit ist gering", sagt der Meteorologe Peterlin. 

stol