Donnerstag, 03. Mai 2018

Methennis Flucht ging vermutlich über Wien

Vor 12 Tagen verschwanden Rosa Mezzinis Kinder Yasmine und Yassine mit ihrem Mann Jamel Methenni. Wie sich nach 6 ungewissen Tagen bestätigte, hat sich der Mann zusammen mit den Kindern nach Tunesien absetzen können. Von dort meldete er sich schließlich bei seiner Frau.

Der 33-jährige Tunesier Jamel Methenni ist mit dem 4-jährigen Yassine und der 2-jährigen Yasmine in Tunesien untergetaucht. - Foto: Carbinieri Bozen
Badge Local
Der 33-jährige Tunesier Jamel Methenni ist mit dem 4-jährigen Yassine und der 2-jährigen Yasmine in Tunesien untergetaucht. - Foto: Carbinieri Bozen

Der rechtliche Weg die Kinder zurückzubekommen wird für die Frau ein sehr schwieriger werden. (STOL hat berichtet) Und auch einer, der mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden ist. Mezzinas Anwalt Nicodemo Gentile, der auf solche Fälle spezialisiert ist, trägt zwar die Kosten aller in Italien anfallenden Spesen, was aber Tunesien betrifft, kommen hohe Spesen auf die Frau zu. 

Spendenkonto

Auf Anraten des Anwalts wurde ein Spendenkonto eingerichtet, um der Frau zu helfen. Die Bankkoordinaten lauten IT74 J030 6911 6221 0000 0004 296. „Aiutiamo mamma Rosa“ lautet der Spendengrund.

Neue Hypothese wie der Mann nach Tunesien gelangt sein könnte

Indes gibt es eine neue Hypothese, wie der Vater Jamel Methenni seine beiden Kinder nach Tunesien gebracht haben könnte. Nachdem er die Pässe seiner beiden Kinder, die ihm im tunesischen Konsulat in Mailand ohne das Wissen der Mutter ausgestellt wurden, abgeholt hatte, könnte er nach Wien und von dort mittels Flugzeug in seine Heimat Tunesien gereist sein. Bestätigt wurde diese Theorie allerdings noch nicht.

Ein derartiger Hinweis soll aber aus Österreich bei den ermittelnden Behörden in Italien eingelangt sein.

Mutter im Ungewissen

Dass er der Mutter in einer solch ungewissen Situation schrecklich gehen muss, ist klar. Täglich postet sie Bilder ihrer Kinder auf Facebook und schreibt sich ihren Kummer von der Seele.

Bleibt zu hoffen, dass der Mann ein Einsehen hat und die Kinder aus freien Stücken zu ihrer Mutter zurückbringt, auch wenn es derzeit nicht danach aussieht und Erfahrungen aus ähnlichen Fällen wenig Hoffnung besteht, dass dies geschehen wird. 

stol

stol