Freitag, 05. Mai 2017

Mexiko hofft auf Aussagen von „El Chapo“-Vertrautem

Nach der Festnahme von Drogenboss Dámaso López Núñez hoffen die mexikanischen Sicherheitsbehörden auf Aussagen zum Logistik- und Finanzwesen des Sinaloa-Drogenkartells.

Joaquín „El Chapo“ Guzmán
Joaquín „El Chapo“ Guzmán - Foto: © APA/AFP

„Die Informationen sind sehr wichtig, um der Struktur dieses wichtigen Kartells zu schaden“, sagte Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong am Donnerstag im Radiosender Fórmula.

López Núñez galt als Vertrauter und möglicher Nachfolger von Sinaloa-Chef Joaquín „El Chapo“ Guzmán, der ebenfalls festgenommen worden war und inzwischen an die USA ausgeliefert ist. López Núñez wurde am Dienstag in Mexiko-Stadt gefasst.

Derzeit befindet er sich in einem Hochsicherheitsgefängnis in Ciudad Juárez, wo auch „El Chapo“ vor seiner Auslieferung einsaß. Gegen López Núñez liegt ein Auslieferungsgesuch des US-Bundesstaats Virginia vor.

Der 51-Jährige soll zuletzt mit den Söhnen von „El Chapo“ um die Kontrolle des Sinaloa-Kartells gekämpft haben. Vor einer möglichen Auslieferung in die USA soll er nun intensiv vernommen werden. „Seine jüngsten Schachzüge als Kartellchef sind für uns sehr wichtig, um die logistischen und finanziellen Bewegungen des Kartells zu verstehen“, sagte Innenminister Osorio Chong.

dpa

stol