Samstag, 22. Dezember 2018

Mexikos Ölkonzern: Benzin-Diebe schlagen alle 30 Minuten zu

In Mexiko wird nach Angaben des staatlichen Mineralölkonzerns Pemex alle 30 Minuten versucht, illegal eine Benzinleitung anzuzapfen. Bis Oktober dieses Jahres seien rund 12 500 solche Vorfälle gemeldet worden, berichtete die Tagezeitung „Milenio“ am Samstag unter Verweis auf Pemex.

In Mexiko wird nach Angaben des staatlichen Mineralölkonzerns Pemex alle 30 Minuten versucht, illegal eine Benzinleitung anzuzapfen.
In Mexiko wird nach Angaben des staatlichen Mineralölkonzerns Pemex alle 30 Minuten versucht, illegal eine Benzinleitung anzuzapfen. - Foto: © shutterstock

Damit sei die Zahl der gemeldeten Vorfälle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 45 Prozent gestiegen. Die meisten Versuche, Benzin aus Überlandleitungen zu stehlen, habe es in den Bundesstaaten Puebla, Hidalgo und Guanajuato gegeben.

Der starke Anstieg der Zahl der gemeldeten Versuche sei auch durch eine bessere Überwachung zu erklären, sagte Pemex' Ex-Generaldirektor Carlos Alberto Treviño der Zeitung. Der Handel und Schmuggel von gestohlenem Benzin ist in Mexiko für kriminelle Organisationen ein Milliarden-Geschäft.

Nach Angaben Treviños wird geschätzt, dass Pemex durch den Diebstahl in diesem Jahr gut 35 Milliarden Pesos (etwa 1,5 Milliarden Euro) verliert. Die Anzapf-Versuche sind nicht ungefährlich: Regelmäßig kommt es zu Explosionen an Pipelines und die mutmaßlichen Diebe werden verletzt oder kommen ums Leben.

dpa

stol