So gibt es insgesamt mehr als 300 autochthone Minderheiten, die in Regional- oder Minderheitensprachen miteinander kommunizieren.In der Eurac treffen sich an diesem Wochenende die Mitglieder der MIDAS zur Generalversammlung. Die Herausgeber und Redakteure der europäischen Tageszeitungen, die in eben jenen Regional- bzw. Minderheitensprachen erscheinen, erörtern dabei gemeinsame Herausforderungen sowie die verschiedenen Möglichkeiten der Zusammenarbeit und weiteren Entwicklung.MIDAS hat ihren Sitz an der EuracZehn Jahre nach deren Gründung in der Landeshauptstadt kehre die MIDAS nun also wieder nach Bozen zurück, so deren Präsident Toni Ebner in seinen Begrüßungsworten. Er erinnerte an die Anfänge der Vereinigung, die bis heute ihren Sitz in der Eurac hat. Dabei vergaß er auch nicht, den damals wie heute verantwortlichen Politikern und auch Beamten für ihre Weitsicht und Unterstützung zu danken. „Minderheiten sind eine starke Realität im heutigen Europa“, unterstrich Toni Ebner. Und auch wenn die Ausgangssituation vielfach sehr verschieden sei, hätten sie doch ein Problem, das allen gemeinsam sei: die Gefahr der Unterdrückung durch die Mehrheit. Gerade aus diesem Grunde sei die Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch der Minderheiten auch so wichtig. Die gegenseitige Unterstützung sei eines der wesentlichen Ziele der MIDAS.Vereinigung wird weiter wachsenMan habe mittlerweile 30 Mitglieder und die Tendenz zeige weiterhin nach oben, so Ebner. Besonders in Osteuropa, aber auch in Frankreich und Großbritannien gebe es Bestrebungen, Tageszeitungen in Regional- und Minderheitensprachen zu publizieren. Der Präsident sicherte diesen Projekten volle Unterstützung von Seiten der MIDAS zu.„Mehrwert Europas ist die kulturelle Vielfalt“Diese Meinung vertrat Vizebürgermeister Klaus Ladinser, der die mehr als 50 Teilnehmer im Namen der Landeshauptstadt willkommen hieß. „Ich fühle mich als Europäer“, gab er preis. Und dass wir in heutiger Zeit in Frieden in Europa zusammen leben können, sei nicht zuletzt auch ein Verdienst der Medien.Und so wie die Vereinigung der Tageszeitungen der Regional- und Minderheitensprachen es bereits vorführe, bestehe die Herausforderung für das Europa von morgen in seiner Regionalisierung mit weniger Kompetenzen für die einzelnen Nationalstaaten.kls