Freitag, 01. April 2016

Migranten protestieren in Trient – Rossi: „Das ist inakzeptabel“

Sie kamen mit Plakaten und blockierten die Straße: Mehrere Dutzend Migranten haben am Freitag in Trient den Verkehr auf der Brennerstraße lahmgelegt. Sie fühlten sich von der Provinz ungerecht behandelt. Der Trentiner Landeshauptmann spricht von einem „inakzeptablen Vorfall“.

Keine Rechte. Keine medizinische Betreuung. Keinen Schutz. Das sind die Vorwürfe, die die Migranten der Provinz Trient am Freitag machten. Sie schrieben ihre Vorhaltungen auf Plakate, versammelten sich und blockierten die Brennerstraße in Trient mit einem Protest. Der Verkehr – lahmgelegt.

Rossi ist furios

Landeshauptmann Ugo Rossi verurteilte die Protestaktion mit scharfen Worten. Ein inakzeptabler Vorfall, sagte er zum Trentiner Portal „L’Adige“, das Ganze sei „gegen die Regeln“. Der Proteste entbehre jeder Grundlage. „Die Provinz hat sich umgehend an das Regierungskommissariat gewendet und verlangt, dass neun Personen vom Trentiner Aufnahmeplan ausgeschlossen werden. Wir können solche Vorfälle nicht tolerieren.“

Das Trentino habe die Menschen mit Würde und Respekt aufgenommen. „Wir wollen die Menschen aufnehmen, doch dafür müssen die Regeln eingehalten werden“, erklärte der Trentiner Landeshauptmann im Video. Und weiter: „Dieses Verhalten schädigt auch das Ansehen all jener, die sich korrekt verhalten.“

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Am kommenden Montag werden die Demonstranten im Regierungskommissariat angehört.

stol

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