Montag, 02. März 2020

Migration: Kind stirbt beim Untergang eines Bootes vor Lesbos

Ein Kleinkind ist beim Untergang eines Schlauchbootes vor der Insel Lesbos am Montagvormittag ertrunken. Das berichtete das griechische Fernsehen (ERT) sowie die Tageszeitung „Kathimerini“ unter Berufung auf die Küstenwache.

Die Migranten durchlöcherten ihr Schlauchboot, um von der griechischen Küstenwache gerettet zu werden.
Die Migranten durchlöcherten ihr Schlauchboot, um von der griechischen Küstenwache gerettet zu werden. - Foto: © APA/afp / ARIS MESSINIS
Das Opfer war an Bord eines Schlauchbootes mit 48 Geflüchteten aus der Türkei gekommen. Als die Migranten ein Patrouillenboot der griechischen Küstenwache sahen, durchlöcherten sie das Schlauchboot, um als Schiffbrüchige gerettet zu werden, hieß es in den Berichten.

Die Küstenwache ist dann verpflichtet, die Menschen aufzunehmen und sie nach Griechenland zu bringen. Das Boot ging unter. Die Küstenwache habe die Flüchtenden geborgen, hieß es weiter. Für das Kind kam aber jede Hilfe zu spät, berichtete der Staatsrundfunk.

Die Türkei hat ihre Grenzen seit Freitag aufgemacht. Allein am Sonntag setzten nach offiziellen Angaben mehr als 1.000 Migranten zu den Inseln über.

apa/dpa