Die Proben wurden im Sommer 2024 an der Pasterze, am Osttiroler Schlatenkees, im Schmiedingersee am Kitzsteinhorn und am Hallstätter Gletscher entnommen und an der englischen Universität Exeter ausgewertet.<BR /><BR />Insgesamt wurden 13 verschiedene Plastiksorten nachgewiesen, „teils aus Textilien, Verpackungen oder industriellen Anwendungen“, heißt es seitens Greenpeace. Diese stammten aus unmittelbaren menschlichen Aktivitäten auf den Gletschern oder seien Resultate von Aktivitäten im nahen Siedlungsraum, wie etwa Gummiabrieb von Autoreifen, der aufgewirbelt und von Wind und Regen über Dutzende Kilometer verfrachtet werden kann. <BR /><BR />Mikroplastik kann aber auch über die Atmosphäre über weite Strecken transportiert werden und gelangt über Regen und Schnee auch in extrem abgelegene Regionen. Mikroplastik im Gletscherwasser „birgt nicht nur Gefahren für die direkte Umwelt, Wasserlebewesen und lokale Artenvielfalt, sondern kann auch Trinkwasserquellen in Österreich verunreinigen“, heißt es in einer Aussendung.<h3> Gletscher rein erhalten</h3>Gerade im Internationalen Jahr der Erhaltung der Gletscher sei also nicht nur der Kampf gegen die von der Klimaerwärmung verursachte Gletscherschmelze wichtig, sondern auch die Reinerhaltung der Gletscher als wichtiger Wasserspeicher, betonte Greenpeace und rief dazu auf, den Gletscherschutz zu intensivieren: In der Umweltverträglichkeitsprüfung müssten künftig „auch Moränen und Gletschervorfeld geschützt werden und nicht nur das Gletschereis“. <BR /><BR />Die höchste Konzentration von künstlichen Fasern und Partikeln wurde ausgerechnet in einer Probe des Sees an der weit abseits von markierten Wegen gelegenen Gletscherzunge am Schlatenkees in der Venedigergruppe nachgewiesen. Auch der Kleine Eissee am Hallstätter Gletscher erwies sich als stark belastet. In allen Proben wurden synthetische blaue Fasern, die vermutlich von Jeans stammen, gefunden. Partikel von Mikroplastik dürften u.a. von Polyesterkleidung, PET-Flaschen oder Schuhsohlen stammen.<h3> Die Situation in Südtirol</h3>2024 hat das biologische Labor des Landes Wasserproben aus einigen Hochgebirgsbächen entnommen, wie Amtsdirektorin Alberta Stenico bestätigt. Die aktuellsten Daten sind noch in Auswertung, aber in den vergangenen Jahren wurde bereits Mikroplastik nachgewiesen. Das Programm wird in Zukunft auf Gletscherseen ausgedehnt.