Montag, 29. Januar 2018

Milde Temperaturen schwächen die Schneedecken

Auf Südtirols Bergen herrscht weiterhin erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3. Die Schneedecken sind erheblich geschwächt und führen leicht zu Nassschneelawinen. Bei Skitouren sollte man auf eine gute zeitliche Planung und auf die Exposition der Hänge achten, warnt der Lawinenwarndienst.

Die milden Temperaturen lassen die Lawinengefahr am Montag auf Stufe 3 steigen. Am Dienstag sinkt sie auf Stufe 2.
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Die milden Temperaturen lassen die Lawinengefahr am Montag auf Stufe 3 steigen. Am Dienstag sinkt sie auf Stufe 2. - Foto: © APA

Durch den Sonnenschein am Wochenende und am Montag steigen die Temperaturen und führen zu einer Anfeuchtung der Schneedecke. Die geschwächte Schneedecke bringt die Wahrscheinlichkeit von spontanen Lawinen in allen Expositionen mit sich. An steilen Wiesen unterhalb von 2400 Metern sind Gleitschneelawinen möglich, sie kündigen sich aber durch Risse in der Schneedecke an. Zonen unterhalb solcher Risse sind daher auf jeden Fall zu meiden.

Der Lawinenwarndienst ruft zur sorgfältigen zeitlichen Planung und zur Vorsicht auf. Am Morgen zeigen sich die Schneedecken stabiler, da sie sich durch das nächtliche Wiedergefrieren festigen.

Am Dienstag bessert sich die Situation. Es herrscht mäßige Lawinengefahr der Stufe 2. Oberhalb von 2200 Metern sollte man sehr steile, nordexponierte, kammnahe Hänge mit Vorsicht beurteilen, meldet der Lawinenwarndienst. Alte Triebschneepakete sind oft noch wenig gefestigt und können mit starker Zusatzbelastung ausgelöst werden. 

Hänge, die der Sonne ausgesetzte sind, benötigen wegen spontaner Nasslawinengefahr ebenfalls besonderer Vorsicht.

stol

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