Dienstag, 02. Juli 2019

Millionen für Migrantenversorgung ergaunert: Festnahmen in Italien

Angebliche Wohltätigkeitsorganisationen mit Verbindung zur Mafia sollen in Italien öffentliche Gelder in Millionenhöhe für die Versorgung von Einwanderern abgeschöpft haben. Die italienische Finanzpolizei nahm 11 Verdächtige unter dem Verdacht des Betruges und der Geldwäsche fest.

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Eine Person sei in Gewahrsam gekommen, 5 unter Hausarrest gestellt worden, teilte die Finanzpolizei am Dienstag mit. 5 weitere dürfen ihren Wohnort nicht verlassen.

Nach Angaben der Polizei erhielten 5 Einrichtungen mit mutmaßlichen Verbindungen zur 'Ndrangheta zwischen 2014 und 2018 den Zuschlag für Verträge zur Aufnahme von Migranten in den Nordprovinzen Lodi, Parma und Pavia. Dafür seien 7,5 Millionen Euro geflossen, wovon die Verdächtigen 4,5 Millionen „für persönliche Zwecke“ abgezweigt hätten.

Zudem bestehe der Verdacht, dass die 'Ndrangheta die Wohlfahrtsorganisationen nutzte, um Mitglieder aus dem Gefängnis zu holen, indem diese in den Zentren angestellt wurden. In Italien ist es möglich, dass bestimmte Verurteilte ihre Haftstrafe außerhalb des Gefängnisses verbüßen, wenn sie sich dafür gemeinnützlich betätigen.

Die kalabrische 'Ndrangheta beherrscht einen großen Teil des internationalen Drogenhandels. In Italien bereichert sie sich auch mit Erpressung, Wucher und Geldwäsche.

apa/dpa

stol