1400 Verdächtigte seien festgenommen worden, teilte die internationale Polizeibehörde Interpol am Dienstag an ihrem Sitz im französischen Lyon mit. Den Wert der beschlagnahmten Waren bezifferte ein Sprecher auf rund 123 Mio. Euro.Den Angaben zufolge fand die Operation „Schwarzer Poseidon“ bereits im Mai statt. Daran beteiligt waren Interpol-Büros in Weißrussland, Georgien, Moldawien, der Ukraine und der Türkei, die mit nationalen Zöllnern und Polizisten zusammenarbeiteten. Im Rahmen der Razzia habe es 1700 Interventionen gegeben, unter anderen in Geschäften, auf Märkten sowie in Häfen und auf Flughäfen. Beschlagnahmt wurden gefälschte Markenartikel – etwa Kleidung, Spielsachen, Zigaretten, elektronische Geräte und Auto-Ersatzteile.Die Operation habe den für die Produktpiraterie verantwortlichen grenzüberschreitenden Banden einen „schweren Schlag verpasst“, sagte Simone Di Meo, die die Operation von Lyon aus koordinierte. Zudem seien Verbraucher vor potenziell gefährlichen Produkten geschützt worden. Nach Schätzungen von Interpol gehen den Staaten durch den illegalen Handel mit gefälschten Markenwaren jährlich Beträge in Milliardenhöhe verloren.Der Kampf gegen Produktfälschung wird laut Interpol von der Industrie unterstützt. Demnach hat etwa der Zigarettenhersteller Philip Morris International dem Interpol-„Fonds für eine sicherere Welt“ im Juni 15 Mio. Euro zugesagt, die in einem Zeitraum von drei Jahren fließen sollen. apa