Freitag, 06. November 2015

Millionenausgaben für Privatbusse für Flüchtlinge in Österreich

Der Transport von Flüchtlingen entwickelt sich für die Busbranche in Österreich zu einem großen Geschäft.

Nach Angaben des Innenministeriums in Wien belaufen sich die Kosten für den Bustransport derzeit auf rund 2,8 Millionen Euro, die sich auf fast 30 Busfirmen verteilen.

Über hundert Busse sind in Österreich derzeit für den Transport von Flüchtlingen im Einsatz, wie Klaus Jäger, Leiter des Zentralen Transportmanagements, mitteilte. So fuhren zu Wochenbeginn rund 140 Busse mehr als 12 000 Menschen durch Österreich. Neben bis zu 29 Bundesheer-Bussen übernehmen dabei private Unternehmen den Großteil der durchschnittlich 150 bis 200 Fahrten pro Tag. Über Ausschreibungen wird das günstigste Angebot gesucht.

Alleine die Busse des Unternehmens Dr. Richard Linien legten nach Firmenangaben seit Anfang September rund 800 000 Kilometer mit Flüchtlingstransporten zurück. Kapazitätsprobleme bei den Privatfirmen gebe es durch die Transporte aber keine, wie das Unternehmen Stroissmüller in Oberösterreich mitteilte. Andere Reisefirmen wollten sich nicht äußern.

Die meisten Flüchtlinge, die über die slowenische Grenze Österreich erreichen, wollen erst in Deutschland Asyl beantragen.

dpa

stol