<h3>Was wir wissen</h3><BR /><b>* Opfer:</b> Bei der Entführten handelt es sich um die 84 Jahre alte<BR /> Nancy Guthrie, Mutter der US-Fernsehmoderatorin Savannah Guthrie.<BR /> Die 54-Jährige ist vor allem als Moderatorin der Sendung „Today“<BR /> im Frühstücksfernsehen bekannt. Laut FBI hat Nancy Guthrie<BR /> Probleme beim Gehen, trägt einen Herzschrittmacher und benötigt<BR /> täglich Medikamente gegen eine Herzerkrankung.<BR /><BR /><b>* Letzter Kontakt:</b> Familienangehörige hatten Nancy Guthrie den<BR /> Ermittlern zufolge am Abend des 31. Januar in Tucson im<BR /> Bundesstaat Arizona nach Hause gebracht. Am darauffolgenden<BR /> Vormittag bemerkte die Familie, dass sie verschwunden war.<BR /><BR /><b>* Rekonstruktion der Ereignisse:</b> Nach Guthries Rückkehr in ihr Haus<BR /> am Samstagabend trennte sich nach Erkenntnissen der Ermittler in<BR /> der Nacht die Türklingel-Kamera vom Netz; wenig später<BR /> registrierte eine Software eine Person auf dem Grundstück.<BR /><BR />Guthries Herzschrittmacher war mit ihrem Handy verbunden – Daten<BR /> zeigten, dass die Verbindung zu ihrem Telefon kurze Zeit später<BR /> unterbrochen wurde. Am Sonntagvormittag bemerkte die Familie das<BR /> Verschwinden, kurz darauf wurde der Notruf abgesetzt.<BR /><BR /><b>* Blut:</b> Im Eingangsbereich des Hauses wurde eine Blutspur von ihr<BR /> entdeckt.<BR /><b><BR /> * Lösegeldforderung</b>: Es hat mehrere Erpresserschreiben gegeben,<BR /> mindestens eines stammte jedoch von einem Trittbrettfahrer, der<BR /> bereits festgenommen wurde. Guthries drei Kinder hatten sich auf<BR /> Instagram mit Videobotschaften an den oder die weiterhin<BR /> unbekannten Entführer gewandt und um Lebenszeichen gebeten. Es<BR /> wurde auch angedeutet, dass die Familie zu einer Lösegeldzahlung<BR /> bereit sei.<BR /><BR /><embed id="dtext86-73441580_gallery" /><BR /><BR />In einer kurzen Videobotschaft sagte Savannah Guthrie,<BR /> dass ihre Mutter „sehr viel wert“ sei und sie „zahlen werden“.<BR /> „Wir haben Ihre Nachricht erhalten, und wir haben<BR /> verstanden.“US-Medien berichten, dass die Schreiben eine<BR /> Todesdrohung gegen Nancy Guthrie enthalten haben sollen, falls<BR /> eine Frist bis diese Woche Montagabend (Ortszeit) nicht<BR /> eingehalten werde. Medienberichten zufolge sollen der oder die<BR /> Entführer sechs Millionen Dollar fordern und Details beschrieben<BR /> haben, die nur jemand gewusst haben kann, der sich genau mit dem<BR /> Haus Guthries auskannte.<BR /><BR /><b>* Tatverdächtige:</b> Eine konkrete Person oder Personengruppe haben die US-Bundespolizei FBI und das lokale Sheriff-Büro nach offiziellen<BR /> Angaben bislang nicht identifiziert. Am Dienstag veröffentlichte<BR /> das FBI jedoch erste Fotos und Videos eines Tatverdächtigen, die<BR /> aus Datenresten, die in technischen Hintergrundsystemen<BR /> gespeichert waren, rekonstruiert werden mussten, nachdem<BR /> Überwachungsgeräte vom Tatort entfernt worden waren. Darauf zu<BR /> sehen ist eine bewaffnete Person mit einer Gesichtsmaske, die sich<BR /> an einer Kamera an der Haustür von Guthries Wohnhaus zu schaffen<BR /> macht.<BR /><BR /><b>* Hilfe des US-Präsidenten:</b> Donald Trump hat sich in den Fall<BR /> eingeschaltet und erklärt, er habe mit Guthrie gesprochen und ihr<BR /> jegliche Unterstützung der Behörden zugesichert.<h3> Was wir nicht wissen</h3><BR /><b>* Motiv:</b> Weiter ist offen, warum mögliche Täter die 84-Jährige<BR /> entführt haben sollen. Ein politisches Motiv oder eine Verbindung<BR /> zum Bekanntheitsgrad oder zum Beruf von Savannah Guthrie ist<BR /> bislang nicht nachgewiesen worden.<BR /><BR /><b>* Details des Erpresserschreibens:</b> Auch nach den jüngsten<BR /> Videobotschaften von Savannah Guthrie bleibt offen, was genau in<BR /> angeblichen Nachrichten der mutmaßlichen Entführer steht und ob es einen Beweis gegeben hat, dass die Mutter noch am Leben ist. Der<BR /> zuständige Sheriff Chris Nanos hatte vor einigen Tagen bei einer<BR /> Pressekonferenz betont, dass weiter davon ausgegangen würde, dass<BR /> Guthrie „noch da draußen“ sei, auch Savannah Guthrie betonte<BR /> mehrfach ihren Glauben daran.