„Neben den Wohnungen sind auch verschiedenste Dienstleistungen, also Kindergärten, Schulen, Geschäfte, Restaurants, Bars, Büros, eine Apotheke, Flächen für Unterhaltung, Soziales, Kultur und Freizeit sowie viel Grün vorgesehen“, erklärte Matteo Gazzini auf der Pressekonferenz. Am Projekt für das „grüne Stadtviertel arbeiten wir, zusammen mit dem Architekten Lukas Rungger, seit zweieinhalb Jahren“, betonte Gazzini. <BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1220223_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR />„Überall wird fehlender Wohnraum beklagt. Laut jüngsten Studien wird der Wohnungsbedarf in den nächsten zehn Jahren zwischen 6.000 und 8.000 Einheiten liegen – eine Zahl, die unseres Erachtens sogar unterschätzt ist. Unser Projekt ist als Antwort auf dieses Problem gedacht“, unterstrich Luca Gazzini. „Der Name 'Renneria' ist vom Rennerhof, einem historischen Ortsteil von Steinmannwald, inspiriert.“<BR /> Entstehen soll das neue Viertel beim Gewerbegebiet Wurzer in Steinmannwald an der Staatsstraße 12 (siehe Grafik). Das Areal selbst, das in leichter Hanglage liegt, soll autofrei bleiben; die Autos sollen an drei Zufahrten zu unterirdischen Garagen fahren. <BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1220226_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Bedenken, dass Steinmannwald, wo derzeit etwa 2.600 Menschen leben, durch das Großprojekt „Renneria“ an seine Belastungsgrenzen stoßen könnte, hat das Unternehmen nicht. „Das neue Viertel würde sich in Steinmannwald einfügen, da die Zone schon bebaut ist und die Einrichtungen nicht nur den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung stünden, sondern auch der bestehenden Gemeinschaft in Steinmannwald“, erklärte Matteo Gazzini. Auch Seit werde besser angebunden, da ein neuer Fußweg die Bergfraktion direkt mit Steinmannwald verbinde.<BR /><BR /><BR />Derzeit ist „Renneria“ ein Projekt. „Giovanni Seppi, dem Bürgermeister von Leifers, haben wir unser Vorhaben bereits präsentiert. Jetzt werden wir es der Gemeinde Leifers offiziell vorstellen“, kündigte Matteo Gazzini an. „Da das 12,6 Hektar große Areal, das derzeit landwirtschaftliches Grün ist, unserem Unternehmen gehört, könnten wir jederzeit mit der Umsetzung beginnen. Nach Abschluss der behördlichen Genehmigungsphase könnten die ersten Wohnungen in weniger als zwei Jahren verfügbar sein; das gesamte Quartier – mit seinen 807 Wohnungen mit Gründächern und allen zugehörigen Diensten – könnte in etwa sechs Jahren fertiggestellt werden.“ Die geschätzten Kosten für das gesamte Großprojekt liegen bei ca. 500 Millionen Euro. <BR /><h3> 3 Fragen an Giovanni Seppi - Bürgermeister von Leifers</h3><BR /><b>Herr Bürgermeister, die Immobiliengruppe Gazzini hat ein Projekt für ein neues Stadtviertel in Leifers vorgestellt. Was halten Sie von dieser Idee?</b><BR /><BR />Giovanni Seppi: Landesweit werden immer wieder ähnliche Projekte vorgestellt, das ist nichts Neues. Es ist ein interessantes urbanistisches Projekt, zurzeit aber nicht konkret und nicht umsetzbar. Jeder Private darf solche Ideen frei äußern, derzeit fehlen aber die Voraussetzungen für ein neues Stadtviertel.<BR /><BR /><b>Auf 12,6 Hektar Fläche sollen künftig 1.900 Menschen leben. Stellt sich die Frage: Braucht die Stadt Leifers mehr Einwohner?</b><BR /><BR />Seppi: Nein, die Bedürfnisse der Gemeinde Leifers liegen aktuell nicht darin, ein neues Stadtviertel zu errichten. Wir brauchen bis auf Weiteres eine Pause: Die Stadt ist in den vergangenen 20 Jahren stark gewachsen, vieles muss sich erst noch einpendeln.<BR /><BR /><b>Warum ist das Projekt in Ihren Augen aktuell nicht oder nur schwer umsetzbar?</b><BR /><BR />Seppi: Um ein gesamtes Viertel zu bauen, reichen lediglich Wohnungen nicht aus. Das Projekt sieht zwar Schulen und Kindergärten vor, allerdings befinden wir uns in einem Banngebiet vom Landschaftsschutzplan, zudem weist die Zone ein hohes geologisches Risiko auf. Auch bliebt die Frage offen, wie das neue Viertel finanziert werden soll.