Sonntag, 02. Mai 2021

Mindestens 10 Tote bei Überschwemmungen im Jemen

Bei erneuten Überschwemmungen nach schweren Regenfällen im Jemen sind mindestens 10 Menschen ums Leben gekommen, darunter 2 Kinder. Das erfuhr die dpa aus Sicherheitskreisen. In vergangenen Tagen regnete es in mehreren Teilen des Landes samt der Hauptstadt Sanaa stark. Den Kreisen zufolge wurden Häuser und Ernten schwer beschädigt. Die Fluten hätten auch Autos davongetragen und Straßen stundenlang unbefahrbar gemacht.

Mindestens 10 Menschen verloren ihr Leben.
Mindestens 10 Menschen verloren ihr Leben. - Foto: © shutterstock
Die Regenzeit im Jemen dauert normalerweise von April bis August. Schon im vergangenen Sommer waren bei Überschwemmungen im Zuge der starken Regenfälle landesweit etwa 150 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden. Es gab auch Berichte über Landminen und andere Sprengsätze aus dem laufenden Bürgerkrieg, die vom Wasser in andere Gebiete getragen wurden.

In dem seit 2014 laufenden Bürgerkrieg kämpft die Regierung zusammen mit einem von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnis gegen die Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. Der Konflikt hat das ohnehin bitterarme Land in die schwerste humanitäre Krise weltweit gestürzt. Millionen leiden Hunger und haben keinen oder nur schlechten Zugang zu ausreichender Gesundheitsversorgung und sauberem Wasser. Hinzu kommt die Corona-Pandemie. Die neuen Überschwemmungen haben das Leid der Bevölkerung noch vergrößert.

apa/dpa