Montag, 26. Juni 2017

Mindestens 10 Tote nach Schiffsunglück in Kolumbien

Das Freizeitschiff „El Almirante“ ist am Sonntag mit 150 Passagieren auf einem bei Touristen beliebten Stausee unterwegs. Dann sinkt es plötzlich. Die Zahl der Opfer wird am Montagnachmittag mit mindestens 10 angegeben. Dutzende Menschen werden noch vermisst.

Das Ausflugsboot El Almirante kurz vor dem Untergang.
Das Ausflugsboot El Almirante kurz vor dem Untergang. - Foto: © APA/AFP

Das Schiffsunglück in Kolumbien hat nach jüngsten Behördenangaben mindestens 10  Menschen das Leben gekostet. Zudem gebe es 30 Verletzte, die nach dem Sinken des Touristenbootes auf einem Stausee nahe Medellín in Krankenhäusern behandelt würden, zitierte das spanische Nachrichtenportal „Press Digital“ die Leiterin der örtlichen Katastrophenbehörde.

Zunächst war von mindestens 6 bis 9 Toten die Rede gewesen. Zehn der insgesamt mindestens 150 Menschen an Bord des Ausflugsschiffs „El Almirante“ wurde zunächst noch vermisst. Die Unglücksursache blieb zunächst unklar. Die „El Almirante“ sei nicht gegen ein anderes Schiff gestoßen, zitierte die Zeitung „El Espectador“ eine Funktionärin der Regionalregierung. 

Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Behörden am Sonntag auf einem Stausee nahe der Stadt Medellín im nördlichen Department Antioquia.

Einer Mitteilung der Regionalregierung zufolge wurden zudem 24 Menschen in ein Krankenhaus gebracht. Bei der „El Almirante“ handelte es sich um ein Freizeit- und Tourismusschiff.

Die „El Almirante“ sei nicht gegen ein anderes Schiff gestoßen, zitierte die Zeitung „El Espectador“ eine Funktionärin der Regionalregierung in Antioquia, Victoria Eugencia Ramírez. Sie sei ausgebucht gewesen. Unklar war zunächst, ob das Schiff überladen war.

Santos sagte, viele Schiffe seien zur Unglücksstelle gefahren. Er hoffe, dass viele der Vermissten gerettet worden seien. Gerettete berichteten, dass die Passagier ihre Rettungswesten hätten anziehen können.

Auf einem Video des Nachrichtenportals „El Colombiano“ war zu sehen, wie das mehrstöckige Schiff auf dem Stausee Peñol-Guatapé langsam sank und andere kleine Boote zu Hilfe zu eilten. Der Stausee bei der Gemeinde Guatapé ist bei Touristen und Wochenendausflüglern besonders beliebt.

dpa

stol