Montag, 06. Februar 2017

Mindestens 119 Tote nach Lawinen in Afghanistan

Innerhalb von vier Wintertagen sind in Afghanistan mindestens 119 Menschen von Lawinen verschüttet und getötet worden. Das berichtete ein Sprecher der afghanischen Katastrophenschutzbehörde (ANDMA), Omar Mohammadi, am Montag.

Die großen Schneemassen haben in Afghanistan zu Lawinen geführt, die zahlreiche Menschen getötet haben.
Die großen Schneemassen haben in Afghanistan zu Lawinen geführt, die zahlreiche Menschen getötet haben. - Foto: © APA/AFP

Allein in der ostafghanischen Provinz Nuristan hätten Lawinen 53 Menschen getötet. In der zentralafghanischen Provinz Parwan seien 16 Menschen ums Leben gekommen, in der nordafghanischen Provinz Badachschan 11 Menschen. Weitere Tote gab es in anderen Regionen.

Außerdem wurden den Angaben zufolge 77 Menschen in 22 Provinzen verletzt. Darüber hinaus seien bisher mindestens 400 Tiere gestorben und 170 Häuser total zerstört worden. Es könnte sein, dass sich die Zahl der Opfer weiter erhöhe, sagte Mohammadi.

Die Zahlen der UN-Agentur für die Koordinierung der humanitären Hilfe (OCHA) unterschieden sich leicht von denen der Katastrophenschutzbehörde. OCHA meldete, die afghanische Regierung habe Hubschrauber mit Notvorräten und Schneeräumer losgeschickt.

Medien berichteten, dass mindestens ein Hubschrauber wegen des schlechten Wetters nicht zu den verschütteten Dörfern in der Provinz Nuristan vordringen konnte.

dpa

stol