Montag, 15. Mai 2017

Mindestens 17 Tote bei Gefängnisausbruch in Papua-Neuguinea

Beim Versuch, aus einem völlig überfüllten Gefängnis auszubrechen, sind im Pazifikstaat Papua-Neuguinea mindestens 17 Häftlinge erschossen worden. Die Männer seien von Sicherheitskräften getötet worden, die den Ausbruch aus einem Gefängnis der Stadt Lae im Osten des Landes verhindern wollten, berichteten lokale Medien am Montag. Mehr als 50 Häftlingen sei die Flucht jedoch gelungen.

Der Bericht über den folgenschweren Gefängnisausbruch auf der Homepage der Zeitung "Post-Courier". - Foto: Screenshot http://postcourier.com.pg
Der Bericht über den folgenschweren Gefängnisausbruch auf der Homepage der Zeitung "Post-Courier". - Foto: Screenshot http://postcourier.com.pg

In der Haftanstalt Buimo – einer der größten des Landes – verbüßten nach einem Bericht des Fernsehsenders EMTV mehr als 800 Männer ihre Strafe. Eigentlich sei dort jedoch nur Platz für 400 Insassen. Seit 2014 kam es dort jedes Jahr zu einem größeren Ausbruchsversuch. Im vergangenen Jahr wurden dabei zwölf Männer erschossen.

Der neue Ausbruchsversuch ereignete sich bereits am Freitag, wurde aber erst jetzt bekannt. Mindestens 57 Häftlinge waren am Montag noch auf freiem Fuß. Der örtliche Polizeichef Anthony Wagambie rief die Bevölkerung über die Zeitung „Post Courier“ (Montag) auf, wachsam zu sein. „Das sind unerwünschte Leute. Sie bedeuten eine Gefahr für die Gemeinschaft.“

dpa

stol