Montag, 06. November 2017

Mindestens 26 Tote nach Schüssen in texanischer Kirche

Nur wenige Wochen nach dem Massaker in Las Vegas sorgt in den USA wieder ein Blutbad für Entsetzen. Ein junger Mann hat während einer Andacht in einer Kirche in Texas das Feuer auf Gläubige eröffnet und mindestens 26 Menschen getötet.

Bei einer Schießerei in Texas starben 26 Menschen.
Bei einer Schießerei in Texas starben 26 Menschen. - Foto: © APA

Etwa 20 Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte der Gouverneur des US-Bundesstaates, Greg Abbott, am Sonntag (Ortszeit) vor Journalisten mit.

Demnach sind die Opfer zwischen 5 und 72 Jahre alt. Die Zahl der Toten könnte noch steigen, sagte Abbott. Auch der Schütze ist tot. Nach Angaben des Senders CNN und anderen Medien wie der „New York Times” handelt es sich um einen 26-Jährigen mit weißer Hautfarbe. In seinem Auto fand die Polizei mehrere Waffen.

div>

Das Blutbad in der kleinen Gemeinde Sutherland Springs löste nur wenige Wochen nach dem Massaker in Las Vegas mit 58 Toten und der jüngsten Terrorattacke in New York mit acht Todesopfern neues Entsetzen aus. Das Motiv des Schützen war aber zunächst völlig unklar.

Zu den Todesopfern zählt die 14-jährige Tochter des Pastors der Gemeinde, Annabelle Pomeroy. Das bestätigte der Geistliche selber: Er und seine Frau hatten sich demnach zum Zeitpunkt der Tat nicht in Sutherland Springs aufgehalten.

Schütze mit schusssicherer Weste ausgestattet

Nach Behördenangaben war der ganz in Schwarz gekleidete junge Mann um kurz nach 11.00 Uhr (Ortszeit) zunächst an einer Tankstelle der Ortschaft gesehen worden, ging dann über die Straße zur Kirche und begann noch draußen, mit einem Gewehr zu schießen. Nach Behördenangaben starben dabei zwei Menschen. Danach sei der mit einer schusssicheren Weste ausgestattete Schütze in das Gebäude gegangen und habe weiter gefeuert. 23 Menschen waren auf der Stelle tot, ein weiteres Opfer starb später im Krankenhaus, teilte Freeman Martin von der texanischen Behörde für öffentliche Sicherheit weiter mit.

Schließlich wurde der Schütze von einem Einwohner konfrontiert, ließ seine Waffe fallen und flüchtete in seinem Wagen. Dort wurde er wenig später tot aufgefunden. Die näheren Umstände blieben zunächst unklar.

apa/dpa/ag.

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen

stol