Sonntag, 12. Dezember 2021

Mindestens 3 Todesopfer und mehrere Vermisste nach Explosion in Sizilien

Eine schwere Explosion hat am Samstagabend auf Sizilien ein Wohnhaus zum Einsturz gebracht und mindestens 3 Menschen das Leben gekostet.

Bei einer Explosion in Ravanusa, Sizilien wurden mehrere Menschen getötet, viele werden noch vermisst. - Foto: © Vigili del Fuoco
Die Leichen konnten geborgen werden, wie die Feuerwehr am Sonntag mitteilte. Zunächst war von 4 Todesopfern berichtet worden, aktuellen Medienberichten zufolge wurden bislang aber nur 3 bestätigt.

2 Frauen zogen die Retter in dem Ort Ravanusa lebend aus den Trümmern. Mindestens 5 Menschen gelten nach Medienangaben noch als vermisst, darunter auch eine Schwangere und ihr Mann.

Unter den Vermissten befinden sich keine Kinder. Die Suche war schwierig, da wegen eines Gaslecks immer wieder Flammen aufflackerten.



Es war etwa 20.30 Uhr, als ein lauter Knall die Menschen in Angst und Schrecken versetzte. Vermutlich war eine defekte Gasleitung Auslöser des Unglücks.

Durch die Detonation stürzte das vierstöckige Haus ein, anliegende Gebäude wurden teils zerstört. Videos der Feuerwehr zeigten Trümmerteile in weiter Entfernung, Staub und Schuttberge.
Immer wieder flammten Feuer auf. Spürhunde suchten in den Trümmern. Betroffen war ein 10.000 Quadratmeter großes Gelände.

„Es erinnert an Beirut“, sagte der Chef des regionalen Zivilschutzes, Salvo Cocina, der Nachrichtenagentur Adnkronos mit Blick auf die verheerende Explosion in der libanesischen Hauptstadt. Er sprach von zersplittertem Glas und Trümmern, die Dutzende Meter vom Ort der Explosion weggeschleudert worden seien.



Wie es genau zu der Explosion kam, muss nun untersucht werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. „Auf einmal war das Licht weg, und dann kamen das Dach und der Boden runter“, zitierten Medien die 80 Jahre alte Bewohnerin Rosa Carmina, die aus dem Haus gerettet wurde. Sie sei unter Schutt eingeklemmt gewesen und habe um Hilfe geschrien.

Der Bürgermeister des etwa 10.000 Einwohner zählenden Ortes bei Agrigent im Süden der Insel spricht von einer „Tragödie“. „Mehr als drei Wohnhäuser sind von den Flammen erfasst worden. Da sind Stimmen unter den Trümmern“, sagte Carmelo D'Angelo. Entgegen erster Berichte würden doch keine Kinder vermisst.

apa/liz