Montag, 09. Januar 2017

Mindestens 38 Kältetote in Europa

Die Zahl der Kältetoten in Europa hat sich auf mindestens 38 erhöht. Allein am Sonntag seien zehn Menschen erfroren aufgefunden worden, teilte das polnische Krisenzentrum RCB am Montag mit.

Foto: © LaPresse

Auf der griechischen Insel Lesbos mussten 2.500 Flüchtlinge ohne heißes Wasser und ohne Heizung in Zelten übernachten. In Istanbul konnten weniger als 300 der sonst üblichen 1.500 Flüge abgefertigt werden.

In einer Bilanz vom Wochenende waren in ganz Europa 23 Kältetote verzeichnet worden. Besonders durch die hohe Opferzahl in Polen erhöhte sich die Zahl am Montag auf 38 Tote. Schon seit Wochen gibt es in Polen besonders ausgeprägte Probleme bei der Verhinderung von Erfrierungstoden. Seit dem 1. November zählte das Krisenzentrum RCB 65 Kältetote.

In Weißrussland gab es zwei Kältetote. Die Temperaturen fielen am Wochenende zeitweise auf minus 30 Grad.

In Tschechien erhöhte sich die Zahl der Kältetoten von drei auf sechs. Es handelte sich nach Behördenangaben vor allem um Obdachlose. In Serbien fielen die Temperaturen auf bis zu minus 33 Grad. Die Schifffahrt auf Donau und Save wurde eingestellt.

Aus Italien wurden zwei Todesfälle gemeldet: Bei Brindisi wurde ein 82-jähriger Mann erfroren aufgefunden, in dessen Wohnung es keine Heizung gab. Ein 78-Jähriger fiel kältebedingt in Ohnmacht und stürzte zu Tode.

apa/afp

stol