Der im Oktober durch das Militär an die Macht gekommene Präsident Michael Randrianirina rief zu internationaler Unterstützung auf. Am Mittwoch hatte er erklärt, Toamasina, die mit rund 400.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt der Insel, sei „zu fast 75 Prozent zerstört“. Bilder der Nachrichtenagentur AFP zeigten die verwüstete Stadt, in der Bäume umgestürzt und Dächer von Häusern geweht worden waren.<BR /><BR />„Gezani“ war am Dienstag und Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von bis 250 Stundenkilometern über Teile Madagaskars hinweggefegt. Auf Drohnenaufnahmen der Behörde waren großflächige Überflutungen in Toamasina zu sehen, Anwohner wateten durch Wasser, die Straßen waren mit entwurzelten Bäumen übersät und die Dächer zahlreicher Gebäude abgedeckt.<h3> 250.000 Einwohner betroffen</h3>Insgesamt 250.000 Einwohner Madagaskars waren der Katastrophenschutzbehörde zufolge direkt von der Naturkatastrophe betroffen. Der volle Umfang der Sturmschäden werde derzeit noch ausgewertet. Mehr als 18.000 Wohnhäuser seien durch den Zyklon zerstört worden, mehr als 50.000 seien beschädigt oder überschwemmt worden. Frankreich gab die Entsendung von Hilfsgütern und Rettungskräften bekannt.<BR /><BR />Das madagassische Wetteramt hatte den Aufprall von „Gezani“ auf Land ähnlich intensiv wie bei dem Sturm „Geralda“ im Februar 1994 bezeichnet. Damals waren mindestens 200 Menschen getötet worden, 500.000 Menschen verloren ihr Dach über dem Kopf.<BR /><BR />„Gezani“ hat Madagaskar mittlerweile verlassen und bewegt sich nun auf Mosambik auf dem afrikanischen Festland zu. Die mosambikanischen Behörden gaben Warnungen vor dem herannahenden Sturm heraus. Dieser könne bis zu zehn Meter hohe Wellen verursachen. Die Behörden forderten die Bürgerinnen und Bürger auf, das voraussichtlich betroffene Gebiet zu verlassen.<BR /><BR />Das südafrikanische Land hatte zuletzt bereits unter verheerenden Überschwemmungen durch saisonale Regenfälle gelitten. Seit dem 1. Oktober kamen nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde des Landes fast 140 Menschen ums Leben.