Freitag, 02. März 2018

Mindestens 4 Tote bei Lawinenunglück in Südfrankreich

Beim bisher schlimmsten Lawinenunglück dieses Winters in Frankreich sind mindestens 4 Menschen getötet worden. 2 weitere Menschen wurden nach dem Unfall in der Gegend von Entraunes in den südlichen Alpen lebend gefunden, berichtete die Unterpräfektin des Départements Alpes-Maritimes, Gwenaëlle Chapuis, dem Nachrichtensender BFMTV. Die Opfer waren Medienberichten zufolge Skiwanderer aus Frankreich. In der Region herrschte ein erhöhtes Lawinenrisiko.

Beim bisher schlimmsten Lawinenunglück dieses Winters in Frankreich sind mindestens 4 Menschen getötet worden.
Beim bisher schlimmsten Lawinenunglück dieses Winters in Frankreich sind mindestens 4 Menschen getötet worden. - Foto: © shutterstock

Mitte Februar waren in den französischen Pyrenäen 3 Skifahrer von einer Lawine mitgerissen und getötet worden.

Die Gruppe mit 5 Menschen und einem Hochgebirgsführer war am Freitag von Entraunes aus aufgebrochen, wie die Zeitung „Nice-Matin“ auf ihrer Internetseite berichtete. Das Unglück ereignete sich in der Gegend des Passes Col de la Cayolle außerhalb der Ski-Gebiete. Entraunes liegt nordwestlich von Nizza hoch in den Bergen.

Schon seit mehreren Tagen gebe es in der Region ein erhöhtes Lawinenrisiko, denn es habe geschneit und der Wind sei stark, berichtete BFMTV. Auf einer bis zum Wert 5 reichenden Risiko-Skala sei der Wert 4 erreicht. Premierminister Édouard Philippe sagte am Rande eines Besuchs in Nizza, die Rettungskräfte hätten seine völlige Unterstützung.

Chapuis kündigte eine Justizuntersuchung des Unglücks an, um die genauen Umstände und Verantwortlichkeiten zu klären. Die Rettungsarbeiten, bei denen auch zwei Hubschrauber eingesetzt wurden, seien beendet worden. Die Spitzenbeamtin rief angesichts der Lawinengefahr zu größter Vorsicht auf.

dpa

stol