Sonntag, 17. Dezember 2017

Mindestens 5 Tote bei Erdrutsch in Chile

Bei einem Erdrutsch nach heftigen Regenfällen sind im Süden Chiles mindestens 5 Menschen ums Leben gekommen und 8 weitere verletzt worden.

Der Erdrutsch hat mehrere Häuser unter sich begraben.
Der Erdrutsch hat mehrere Häuser unter sich begraben. - Foto: © APA/AFP

Noch 15 Menschen wurden am Samstag (Ortszeit) vermisst, wie Staatschefin Michelle Bachelet erklärte. Die Schlammmassen zerstörten in dem Dorf Villa Santa Lucia in der Region Los Lagos etwa 20 Häuser, einige gingen in Flammen auf. 

Regenfälle waren Grund für Erdrutsch 

Heftige Regenfälle hatten zu Hochwasser in einem Bach geführt und den Erdrutsch ausgelöst. Auch mehrere Fahrzeuge und Stromleitungen wurden beschädigt.

Der abgelegene Ort mit etwa 300 Einwohnern liegt etwa 1.100 Kilometer südlich von der Hauptstadt Santiago de Chile. Die Region rund Villa Santa Lucia nahe der Stadt Chaiten wurde zum Katastrophengebiet erklärt. Die Gegend ist bei Touristen wegen des Corcovado-Nationalparks mit seinen Vulkanen und Fjorden beliebt.

Vorbereitung auf Präsidentschaftsstichwahl ausgesetzt 

Die Vorbereitungen für die Stichwahl um die Präsidentschaft am Sonntag wurden in Villa Santa Lucia ausgesetzt, weil die Schule beschädigt wurde, die als Wahllokal fungieren sollte.

Bei der Präsidentschaftsstichwahl stehen sich der rechtskonservative Geschäftsmann Sebastian Pinera und der von einem Mitte-links-Bündnis unterstützte Kandidat Alejandro Guillier gegenüber.

apa/ag

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stol