Sonntag, 30. September 2018

Mindestens 56 Verletzte durch Taifun „Trami” in Japan

Durch den Taifun „Trami” sind im Süden Japans mindestens 56 Menschen verletzt worden. Auf der Insel Okinawa wurden Autos durch die Wucht des Sturms umgeweht, Häuser wurden überschwemmt. Am Sonntagmorgen erreichte der Taifun die Stadt Kagoshima im Westen Japans. In Kagoshima wurden zehn Menschen verletzt. Der Wetterdienst warnte vor möglichen Erdrutschen und Überschwemmungen sowie Tornados.

In Japan werden weiterhin heftige Regenfälle vorhergesagt. - Foto: APA (AFP)
In Japan werden weiterhin heftige Regenfälle vorhergesagt. - Foto: APA (AFP)

In der westlichen Stadt Kochi rissen Böen Teile von Hausdächern weg. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 216 Stundenkilometern sollte „Trami” am Sonntag über die japanische Hauptinsel hinwegziehen. Bis Montag sagten Meteorologen extremes Wetter mit heftigen Regenfällen und Sturm voraus.

”Trami” war am Samstag über die südjapanische Insel Okinawa hinweggefegt und nahm Kurs auf den Norden Japans. Mindestens 46 Menschen wurden auf Okinawa durch den Sturm leicht verletzt. In insgesamt fast 500.000 Haushalten auf Okinawa und Kyushu fiel den Energieversorgern zufolge der Strom aus.

Die Behörden gaben landesweit Evakuierungsempfehlungen für insgesamt rund 1,5 Millionen Menschen aus, wie der Rundfunksender NHK berichtete. Im Westen Japans wurden Schnellzugverbindungen vorübergehend eingestellt, insgesamt mehr als tausend Flüge wurden gestrichen.

Sogar in Tokio, das laut Vorhersagen nicht auf dem direkten Weg des Taifuns liegen soll, wurde am Samstagabend der Zugverkehr eingestellt. Den Menschen wurde geraten, zu Hause zu bleiben. Für Sonntagabend wurden auch in der Hauptstadt starker Wind und heftiger Regen erwartet.

apa/ag.

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stol