Die Ernennung von acht Frauen und acht Männern in die neue Regierung sei eine absolute Neuheit in Italien und ein Spiegelbild der Gesellschaft, die zur Hälfte aus Frauen besteht. "Besonders hervorzuheben ist auch, dass die Frauen wichtige Ressorts erhalten haben, wie zum Beispiel Wirtschaft und Außenpolitik. Auch das Verteidigungsministerium ist nun, so wie bereits in Deutschland und Holland, mit Ministerin Roberta Pinotti erstmals in weiblicher Hand", so der Landesbeirat.„Matteo Renzi hat durch die Bildung dieser Regierung ein positives Zeichen gesetzt. Die Frauen waren in Vergangenheit oftmals unterrepräsentiert. Es ist aber unerlässlich, dass auch Frauen in wichtigen Gremien mitreden und die Themen, die die Gesellschaft prägen, mitgestalten können. Ich bin mir sicher, dass diese Aktion vom neu designierten Regierungschef große Wellen schlagen wird und bald in allen Entscheidungsgremien dementsprechend viele Frauen vertreten sein werden“, betont die Landesrätin für Chancengleichheit Martha Stocker.Sie sei derselben Ansicht, so die Präsidentin des Landesbeirates Ulrike Oberhammer: „Italien hinkt in Sachen Gleichstellung zwischen Frau und Mann nach und deshalb kann dies als wichtiger Schritt für das Land gewertet werden. Die Anstrengungen der letzten Jahre, so viele Frauen wie möglich in Führungspositionen zu bringen, tragen endlich ihre Früchte und ich bin mir sicher, dass sich diese Veränderung bezahlt machen wird, denn es ist allseits bekannt, dass gemischte Teams erfolgreicher sind, als jene, in denen ein Geschlecht die Überhand hat.“Die acht Ministerinnen: Federica Mogherini (Ministerin für Auswärtige Angelegenheiten), Roberta Pinotti (Ministerin für Verteidigung), Federica Guidi (Ministerin für Wirtschaftliche Entwicklung), Stefania Giannini (Ministerin für Bildung und Forschung), Beatrice Lorenzin (Ministerin für Gesundheit), Maria Elena Boschi (Ministerin für Verfassungsreformen und Beziehungen zum Parlament), Marianna Madia (Ministerin für Verwaltungsreformen und –vereinfachung), Maria Carmela Lanzetta (Ministerin für Regionale Angelegenheiten).