Dienstag, 04. Januar 2022

Misshandlungen: Was passiert mit den 5 Frauen?

Ob sich für die 5 Frauen aus dem Tauferer Ahrntal, die der Misshandlungen in der Familie verdächtigt werden, bald die Zellentüren des Trienter Frauengefängnisses in Spini di Gardolo öffnen, entscheidet sich am 12. Jänner. Da befindet das Freiheitsgericht über den Antrag ihres Verteidigers auf Abschwächung der Sicherungsmaßnahme.

Im Frauentrakt des Gefängnisses in Spini di Gardolo sitzen die Frauen ein.
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Im Frauentrakt des Gefängnisses in Spini di Gardolo sitzen die Frauen ein. - Foto: © PIERO CAVAGNA
Wie berichtet, waren die 5 Frauen verhaftet worden, nachdem sich der Verdacht verdichtet hatte, wonach 2 Kinder wiederholt psychischen Misshandlungen ausgesetzt worden seien.

Die Kinder sollen beispielsweise gezwungen worden sein, in der Nacht stundenlang zu beten, auch die Schule hätten sie nicht mehr regelmäßig besuchen können. Dort war schließlich auch aufgefallen, dass etwas nicht zu stimmen schien, und die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Beim Garantieverhör hatten 4 der Frauen von ihrem Recht, die Aussage zu verweigern, Gebrauch gemacht, eine gab eine kurze Erklärung ab, die auf eine Unschuldsbeteuerung hinausgelaufen sein soll.

Der U-Richter bestätigte die vorbeugende Verwahrungshaft für die Frauen. Rechtsanwalt Mark Antonio De Giuseppe, der die Frauen vertritt, reichte sofort einen Antrag auf Überprüfung der Haft ein. Ob seine Mandantinnen auf freien Fuß gesetzt werden – die Kinder sind inzwischen in sicherer Obhut der Sozialdienste –, ob ihnen Hausarrest zugestanden wird oder ob sie weiter hinter Gittern bleiben müssen, entscheidet sich am Mittwoch kommender Woche.

rc