Mittwoch, 09. September 2020

Missionsgruppe Meran unterstützt vor Zwangsehe geflüchtete Frauen im Benin

Mädchen in besonders schwierigen Situationen eine Zukunft zu geben ist das Ziel eines von der von Alpidio Balbo gegründeten Meraner Missionsgruppe „Ein Brunnen zum Leben“ gestarteten Projektes in Natitingou, Nordbenin. Dieses wird auch von der Region Trentino Südtirol unterstützt. Das Projekt hilft vor allem jungen Kindsmüttern und Mädchen, die vor einer Zwangsehe geflüchtet sind.

Mädchen in der  Schneiderinnen-Schule im Benin.
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Mädchen in der Schneiderinnen-Schule im Benin. - Foto: © Missionsgruppe Meran
Wie die Caritas von Natitingou berichtet, sind diese, von der eigenen Familie getrennten Mädchen, häufig Opfer von Gewalt und Ausbeutung.

Das Projekt bietet den Mädchen einen 3-jährigen Schneiderinnenkurs, um ihnen die Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern.

Zu diesem Zweck wird das Ausbildungszentrum „Nestor Assogba“ von Natitingou saniert. Das Zentrum war vor 30 Jahren errichtet worden, ist aber im Laufe der Jahre baufällig geworden und musste schließlich 2015 geschlossen werden.

Nach der Sanierung und Modernisierung wird es 2 Ateliers geben, eines für Damen-, das andere für Herrenschneiderei, und Platz für 24 Schülerinnen bieten. Das Gebäude wird einer gründlichen Sanierung unterzogen – derzeit verfügt es über keine sanitären Anlagen – und neu eingerichtet.

Die vorgesehenen Kosten belaufen sich auf 99.000 Euro, wovon die Region Trentino Südtirol 60.000 Euro beisteuert, während die Meraner Missionsgruppe mit Hilfe seiner treuen Unterstützer das restliche Geld aufbringen will.

stol