Tobias Vonmetz besucht im kommenden Schuljahr die 5. Klasse an der Bozner TFO Max Valier. Viel Zeit in- und außerhalb der Schule verbringt der Jugendliche am PC, dabei interessieren ihn besonders der Aufbau und das Schreiben von Computerprogrammen. Auch das Thema IT-Sicherheit interessiert ihn. Und so war der 3-monatige Ausbildungskurs der Uni Bozen für zukünftige Cybersicherheitsspezialisten, also „gute Hacker“, genau sein Ding. <BR /><BR />Am Ende des Kurses stand der lokale CyberChallenge.IT 2024-Wettbewerb an. CyberChallenge.IT 2024 ist das gesamtstaatliche Ausbildungsprogramm für Cybersicherheit, das vom Cybersecurity National Lab organisiert wird. <BR /><BR />Es bietet Tausenden jungen Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren in Italien die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu stärken und sich einen Weg in einem der heißesten Sektoren der Gegenwart zu bahnen. Tobias Vonmetz ging als Sieger aus dem lokalen Wettbewerb hervor und durfte mit dem Rest des Podiums (2. Platz Matteo Larcher und 3. Platz Massimiliano Mola) als Uni Bz Team zum Finale nach Turin. <BR /><BR />Dort galt es, sich gegen 42 weitere Uni-Teams durchzusetzen. <BR />„Jedes Team hat seinen eigenen Server gehabt, darauf ein paar Webseiten und eine Datenbank. Die galt es vor den Angriffen der anderen Teams zu schützen. Und gleichzeitig sollte man die Dateien der anderen Teams hacken“, berichtet Vonmetz. Dazu galt es u.a. ein Programm zu schreiben, dass die Schwachstellen auf den anderen Servern automatisch erkennt. „Alles andere hätte viel zu lange gedauert, ist aber nicht unbedingt üblich“, erzählt Vonmetz. Doch wie findet man die Schwachstelle im System: „Da muss man schon ein wenig Fantasie haben“, sagt der Nachwuchs-IT-Spezialist. „Man muss alles abklopfen, was der andere vergessen haben könnte, wo er einen Fehler bei der Einstellung gemacht haben könnte und was er nicht kontrolliert hat“, erklärt Vonmetz.<BR />Je besser das Team „seine“ Datei gegen Hacker-Angriffe geschützt hatte, desto weniger Punkte wurden vom Punktekonto abgezogen, je mehr Dateien man erfolgreich gehackt hatte, desto mehr Punkte wurden gut geschrieben. Gewonnen hat das Uni Bz-Team das Finale nicht, „aber wir haben ganz gut abgeschnitten. Aber gegen den die besten Teams, etwa aus Rom, hatten wir keine Chance“, berichtet Vonmetz. <BR /><BR />Doch eines hat der Jugendliche auf jeden Fall gewonnen: Jede Menge Wissen im Bereich Cybersicherheit und die Gewissheit, „dass das schon ein Job wäre, den ich mir für die Zukunft vorstellen kann.“ Und was hält ihn von der „dunklen Seite“ ab? „Das interessiert mich nicht. Ich will ja nicht an die Dateien. Mir gefällt es, Systeme und Daten zu schützen. Und selbst der beste Schutz lässt sich immer noch verbessern“, ist er überzeugt.