Donnerstag, 05. Januar 2017

Mit „Axel“ kommt die Gefahr in den Bergen

Südtirol wird von Sturmtief „Axel“ nur gestreift – doch das reicht: Etwas Schnee, dazu kräftiger Wind, und die Lawinengefahr ist in Teilen des Landes schon auf Stufe 3 der fünfteiligen Skala.

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In seinem aktuellen Bericht stuft der Lawinenwarndienst des Landes die Lawinengefahr in Teilen des Vinschgaus, im Wipptal und in Teilen des Pustertals als „erheblich“ ein. Die Hauptgefahr gehe dabei von frischen, aufgrund der Kälte auch spröden Triebschneepaketen aus. Diese seien vormittags am Hauptkamm nicht leicht zu erkennen, könnten sich allerdings schon durch geringe Zusatzbelastung lösen. Auch spontane Lawinen seien in Gebieten, in denen nun viel Neuschnee liegt, möglich. An nordexponierten Hängen und auf steilen Gletschern sei zudem der Schneedeckenaufbau schlecht.

Wie berichtet, hat in der Nacht auf Donnerstag Sturmtief „Axel“ etwas Schnee und viel Wind nach Südtirol gebracht. Die nördliche Hälfte des Landes erwachte in Weiß. Der Süden indessen beging am Donnerstag den 40. Tag ohne Niederschlag in Folge. Auch in den kommenden Tagen hält die eisige und stürmische Strömung an, viel Neuschnee wird allerdings nicht mehr erwartet.

Skitouren: Die Experten empfehlen Zurückhaltung

Skitouren, so unterstreicht der Lawinenwarndienst, erforderten lawinenkundliches Beurteilungsvermögen. „Die Tourenmöglichkeiten sind stark eingeschränkt, Zurückhaltung wird empfohlen“, steht es im Bericht.

stol

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