Eine größere Rolle soll auch die Sanitätseinheit einnehmen und für eine bessere und effizientere Koordination zwischen den Krankenhäusern sorgen, um die Vormerkzeiten einzuschränken. Zur Debatte standen dabei erneut die vier Prioritätsstufen, die noch stärker berücksichtigt werden sollen: Bereits jetzt unterliegen alle Vormerkungen einer Dringlichkeitsskala von eins bis vier. Bessere Abstimmung mit Privatklinken, verstärkter Austausch zwischen Krankenhäusern „Dabei unterscheiden wir zwischen sehr dringenden Fällen, die innerhalb von 24 Stunden und Fällen mit Priorität, die innerhalb von acht Tagen behandelt werden müssen. Dann gibt es noch aufschiebbare Fälle, bei denen ein Termin innerhalb von 120 Tagen und planbare Fälle, bei denen ein Termin innerhalb von 180 Tagen vorgesehen ist“. Diese vier Stufen hat die Landesregierung bereits vor einigen Jahren eingeführt. Allerdings: Bislang wurden die Vormerkzeiten, vor allem bei den aufschiebbaren und planbaren Fällen, auch überschritten. Das soll nicht mehr passieren: „In Zukunft wird es wohl so sein, dass Patienten an Privatklinken überweisen werden, sollten die Vormerkzeiten für bestimmte Eingriffe in den Krankenhäusern zu lang sein“, erklärte Landeshauptmann Luis Durnwalder nach der Sitzung der Landesregierung. Die Landesregierung fordert außerdem eine noch bessere Abstimmung zwischen den Krankenhäusern. Für diese soll zukünftig die Sanitätseinheit sorgen, der die Koordinierung übertragen wird: Ist das Krankenhaus Bozen für einen bestimmten Eingriff bereits für längere Zeit ausgebucht, dann soll der Patient in ein anderes Südtiroler Krankenhaus überwiesen werden können, um dort schnellere Hilfe zu erhalten. Derzeit tüftelt die Landesregierung auch an objektiven Kriterien für Ärzte, die außerhalb des Spitals noch freiberuflich arbeiten. Eigentlich ein geringer Anteil – und doch wird er in Zusammenhang mit den langen Wartelisten für Arztvisiten gebracht. Bereits in Kürze sollen diese Kriterien vorliegen, an denen sich die Ärzte dann zu orientieren haben. stol