Montag, 22. Februar 2021

Mit Caritas-Nothilfe durch die Krise

Einsamkeit, familiäre Konflikte, Schwierigkeiten, den veränderten Alltag zu bewältigen, aber auch materielle Not: Die Anfragen, die bei der Caritas eingehen, sind vielfältig. „Die Unsicherheit ist groß. Das zeigt sich an den Anrufen von Menschen, die einsam sind, sich große Sorgen um die Zukunft machen oder nicht wissen, wo sie Hilfe bekommen können“, sagt Caritas-Direktor Paolo Valente.

Mit der Corona-Nothilfe der Caritas durch die Krise.
Badge Local
Mit der Corona-Nothilfe der Caritas durch die Krise. - Foto: © Caritas
Über verschiedene Hilfs- und Beratungsdienste versucht die Caritas in diesen schwierigen Monaten, den Menschen beizustehen und auf psychologische und materielle Notlagen schnell zu reagieren.

Die erste Anlaufstelle für Probleme, Nöte oder auch nur für Informationen ist die Caritas-Hotline, die eigens dafür eingerichtet wurde, um für die Menschen in dieser Krisenzeit schnell und unkompliziert erreichbar zu sein. Caritas-Mitarbeiter informieren über die verschiedenen Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen.

Auch die Beratungs- und Begleitdienste der Caritas sind unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen geöffnet. „Gerade jetzt, wo die Menschen mehr als sonst Ansprechpartner für ihre Sorgen brauchen, ist es uns ein Anliegen, dass alle Dienste nicht nur telefonisch erreichbar sind, sondern nach Terminvereinbarung auch persönliche Gespräche anbieten zu können“, sagt Valente.

So leistet die Sozialberatung Hilfestellung in Problemsituationen, die Schuldnerberater helfen bei finanziellen Sorgen, die Männerberater bei Überforderung und Konflikten und die psychosoziale Beratung bei seelischen Nöten und Abhängigkeitsproblematiken. Auch die Hospizbewegung steht für Menschen offen, die einen Verlust erlitten haben, die krank sind und Ansprechpartner brauchen oder die bedürftige Angehörige pflegen. Die Telefonseelsorge ist nach wie vor rund um die Uhr erreichbar.

Menschen ohne feste Bleibe erhalten in den verschiedenen Strukturen warme Mahlzeiten und können sich auch tagsüber dort aufhalten. In den Essenausgaben in Bozen und Brixen werden die Mahlzeiten als Lunchpakete an Bedürftige ausgegeben.

Hilfe bekommt die Caritas dabei von zahlreichen Freiwilligen, die im ganzen Land im Einsatz sind, um für die Menschen in dieser Krise da sein zu können. Einige führen unter der Koordination von youngCaritas in mehreren Ortschaften die Einkaufsdienste für Menschen durch, die ihre Häuser oder Wohnungen nicht verlassen dürfen oder wollen.

Andere schicken Texte, kurze Videos und Zeichnungen als kleine Botschaften als Zeichen der Gemeinschaft trotz Kontaktbeschränkungen, die über „Flaschenpost“ an ältere Menschen gehen, oder geben als „Music Heroes“ musikalische Ständchen für die Bewohner der Seniorenheime.

Hier gibt es Hilfe

Caritas-Hotline und Sozialberatung: Tel. 0471/30 43 04, 0471/30 43 08 (Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr)
Einkaufsdienste: Tel. 0471/30 43 06 (Montag bis Freitag, 8 bis 15 Uhr)
Telefonseelsorge: Tel. 0471/052 052 oder telefonseelsorge-online.bz.it (rund um die Uhr)
Schuldnerberatung: Tel. 0471/30 43 80 (Montag bis Donnerstag, 8.30 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis Uhr, freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr)
Hospizbewegung: Tel. 0471/30 43 70 (Montag bis Freitag, 10 bis 12 Uhr)
Männerberatung: Tel. 0471/32 46 49 (Montag bis Mittwoch, 15 bis 18 Uhr)
Psychosoziale Beratung: Tel. 0473/62 12 37 (8.30 bis 12 Uhr)
youngCaritas (Flaschenpost, Music Heroes): Tel. 0471/30 43 33 (Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr) oder [email protected].

dol