Die echten Härteprüfungen stehen noch bevor, aber der Auftakt ist schon mal geglückt: Vor wenigen Tagen ist Fabian Seyr auf der Rennjacht „Perseverance“ vom südspanischen Jachthafen Puerto Sherry Richtung Atlantischer Ozean in See gestochen, um Kurs in Richtung Punta del Este, Uruguay, zu nehmen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="941800_image" /></div> <BR /><BR />„Wir werden auf dieser langen Etappe etwa 30 Tage lang unterwegs sein, das wird sicherlich eine zähe Angelegenheit, aber ich bin ja optimal darauf vorbereitet“, beschreibt Fabian Seyr in einem kurzen Telefonat die Ausgangslage. Die erste Bewährungsprobe auf hoher See wurde bereits mit Bravour bestanden, die „Perseverance“ mit Skipperin Ineke van der Weijden erreichte als erste die Überfahrt vom englischen Portsmouth nach Puerto Sherry. Im Golf von Biskaya hatte die 20-köpfige Crew „ziemlich knackige Verhältnisse“ mit 3 bis 4 Meter hohen Wellen und 35 Knoten Wind zu meistern. <BR /><BR /> <video-jw video-id="U81VFCIR"></video-jw> <h3> Die Erfüllung eines Traums</h3>Die Hochseeregatta „Clipper Round the World Race“ führt die Segler in einem Wettrennen einmal rund um die Weltmeere, insgesamt beteiligen sich daran 11 baugleiche Segelboote. Neben der Distanz und dem Rennmodus zählt zu den Besonderheiten, dass erfahrene Profiskipper eine bunt zusammengewürfelte Crew leiten, auch Amateure können sich beteiligen. <BR /><BR />Fabian Seyr hat erst vor 6 Jahren das Segeln für sich entdeckt, 2019 hat er den Segelschein gemacht, ehe er nach einem langen Auswahlprozess sich diesen Traum erfüllte. Er blickt auf die letzten Wochen zurück: „Mitte August hatten wir in London eine harte Vorbereitungszeit, aber man lernt sich durchzubeißen und wächst als Team zusammen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="941803_image" /></div> <h3> Crew aus allen Teilen der Welt </h3>Durch den Wind und das Meer wirken enorme Kräfte auf die Boote ein, deshalb zählen körperliche Fitness und Durchhaltevermögen zu den Grundvoraussetzungen. Wir sind eine richtig tolle Truppe mit einem einmaligen Teamspirit, das erleichtert das Zusammenleben auf engstem Raum.“ Seine Crewmitglieder kommen aus allen Teilen der Erde: Malaysia, Brasilien, Mexiko, Kasachstan, Australien, USA, Neuseeland und weitere mehr, die Skipperin ist Holländerin. <BR /><BR />Fabian wird an den ersten 3 Etappen mitsegeln, nach Uruguay geht es weiter nach Kapstadt (Südafrika) und schließlich bis nach Perth im Westen Australiens. Ergibt in Summe 27.900 Kilometer bzw. knapp 17.000 Seemeilen, mehr als 70 Tage wird er über die Ozeane segeln.<BR /> Nachdem die Eingewöhnungsphase bestens geklappt hat, ist Fabian Seyr guter Dinge: „Es gilt, sich den Rhythmen auf dem Boot anzupassen, damit man ausreichend Schlaf bekommt. Darauf wird natürlich schon geachtet, genauso wie auf eine ausgewogene Ernährung. Aber je länger man unterwegs ist, desto eher stehen Trockennahrung und Dosenfutter auf dem Speiseplan.“ <h3> Der soziale Gedanke segelt mit</h3>Angesichts der Strapazen auf dem Boot ist es nicht verwunderlich, dass jedes Mitglied etwa 5000 Kalorien verbrennt. <BR /><BR />Als Sponsor des Bootes konnte die holländische Stiftung „Perseverance“ gewonnen werden, sie setzt sich für die Krebsforschung und Krebskranke ein. Sie macht es auch möglich, dass ab der 5. Etappe vom Krebs geheilte Personen mitsegeln können. Ein tolle Initiative, wie Fabian meint. Er wird ihnen aber nicht mehr begegnen, denn am 21. Dezember möchte er im Flieger Richtung Südtirol sitzen, um Weihnachten daheim zu verbringen. Dazwischen liegen aber noch tausende Seemeilen.<BR />