Auch Familienvater Robert Pernthaler aus St. Jakob in Villnöß kann ein Lied davon singen. „Seit Jänner klappt es mit den Bussen gar nicht gut“, schildert er die Situation. <BR /><BR />3 seiner 4 Kinder fahren morgens und abends mit dem Bus zur Arbeit bzw. in die Schule. Er und seine Frau kennen die Uhrzeiten, zu denen ihre Kinder frühmorgens mit dem Bus zwischen St. Peter/Villnöß und Klausen beziehungsweise Villnöß und Brixen pendeln.<BR /><BR />„Seit Jänner klappt es mit den Bussen gar nicht gut“, schildert Pernthaler die Situation. Mindestens einmal in der Woche meldet sich eines seiner 3 Kinder bei ihm oder seiner Frau – weil entweder der Bus nicht gekommen ist, das Umsteigen auf einen anderen Bus nicht klappt oder der erste Bus schon voll ist und ein zweiter nicht in Sicht ist. <BR /><BR />„Erst in der vergangenen Woche kam es gleich mehrmals vor, dass die angegebenen Busse schlichtweg nicht auftauchten“, erzählt Pernthaler. Da kann es schon vorkommen, dass er in nur einer Woche 60 Kilometer abspult, einfach nur um seine Kinder mangels Alternativen zur Arbeit bzw. in die Schule zu fahren. <BR /><BR />Robert Pernthaler hat auch schon beim derzeitigen Buskonzessionär SAD nachgefragt. Dort hieß es, er solle eine E-Mail schreiben. „Das haben wir gemacht, bis heute haben wir keine Antwort erhalten.“ Auch im Büro des zuständigen Landesrates Daniel Alfreider habe er schon sein Anliegen deponiert. Hier verwies man laut Pernthaler auf die vielen, durch Covid-19 bedingten Ausfälle bei den Busfahrern. <BR /><BR />Heinz Dellago ist Mitarbeiter im Amt für Personenverkehr und kennt die Problematik. Derartige Beschwerden gebe es zuhauf, erklärt Dellago gegenüber s+. Vielfach werden von Seiten des Konzessionärs Quarantänefälle bei den Busfahrern angegeben. Der Personalmangel bringe es zudem mit sich, dass keine Ersatzfahrer ihren Dienst antreten können oder immer wieder wechselnde Fahrer mitunter nicht auf die Anschlussverbindungen achten würden. <BR /><BR />Mit Ende April übernimmt der Buskonzessionär Pizzinini die betroffene Linie, die zwischen Klausen, Brixen, Teis und Villnöß verkehrt, erklärt Dellago. Er geht davon aus, dass sich dann die Situation für die Pendler deutlich verbessern wird. Zuletzt erfolgte Konzessionsübergaben hätten dies eindeutig bestätigt. Es heißt also noch rund 4 Wochen durchhalten und warten – bis und ob der Bus kommt.