Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante Delta kann bei Patienten anscheinend etwas andere Symptome als frühere Corona-Typen verursachen. Hier der Überblick.<BR /><BR /><BR /> Die Infektion durch die Delta-Mutante führt oft zu eher harmlosen Beschwerden – und das kann für den Infizierten wie für seine Umwelt zur Gefahr werden. In einer britischen App zur Überwachung von Corona-Symptomen wurden zuletzt am häufigsten Kopfschmerzen, eine laufende Nase und eine raue Kehle gemeldet. In Großbritannien macht die als sehr ansteckend geltende Delta-Variante bereits mehr als 90 Prozent aller Fälle aus.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="661913_image" /></div> <BR /><BR />Tim Spector vom King's College London, der die Zoe Covid Symptoms-Studie leitet und die gemeldeten Symptome auswertet, sagte dem Sender BBC: „Seit Anfang Mai haben wir uns die häufigsten Symptome der App-Nutzer angeschaut – und sie sind nicht mehr dieselben wie zuvor. Zwar gehört Fieber noch immer dazu, aber der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, der bisher als typisches Corona-Symptom galt, ist weniger gängig.“<BR /><BR /> Für einige jüngere Menschen könne sich Covid-19 somit stärker wie eine einfache Erkältung oder Heuschnupfen anfühlen, sagte Spector. Das könnten viele als leichte Beschwerde einstufen, nicht aber als ernsthafte Viruserkrankung. <BR /><BR />Damit erhöht sich die Gefahr, dass das Virus an andere weitergegeben wird. Spector rief Betroffene daher auf, sich in jedem Fall testen zu lassen. Um Umgebung und Gesellschaft zu schützen und einer weiteren Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken, sollten Kontakte reduziert werden. In jedem Fall gilt es dabei, die gängigen Hygieneregeln wie Abstand halten und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung einzuhalten.<BR /><BR /><b>Symptome einer „Erkältung“</b><BR /><BR />Dass Menschen nach einer Infektion ihren Geruchs- und Geschmackssinn verlieren, ist also eher selten. Aber eine andere mögliche Folge der Erkrankung schreckt viele auf. Neben den „Erkältungssymptomen“ von Covid-19 besteht nach Angaben indischer Ärzte ein gefährliches Risiko zur Taubheit: Blutgerinnsel und Durchblutungsstörungen können Hörverlust auslösen. Nach Berichten aus Indien waren in Einzelfällen wegen der ausbleibenden Durchblutungen sogar Amputationen notwendig. <BR /><BR />Inzwischen zeigen die Daten, dass die Delta-Variante auch bereits geimpfte Menschen infizieren kann. Das israelische Gesundheitsministerium rechnet vor, dass die Schutzwirkung des Impfstoffs Biontech gegen die Delta-Variante geringer sei als erwartet. Statt einen Schutz von 94 Prozent zu bieten, liegt die Rate der Studie zufolge bei 64 Prozent. Aber es gibt auch die gute Nachricht: Schwere Krankheitsverläufe, die einen Aufenthalt im Krankenhaus erfordern, werden durch eine vollständige Impfung mit dem Impfstoff von Biontech zu 96 Prozent verhindert, zeigt eine britische Studie. Bei Astra-Zeneca liegt der Wert laut Studie bei 92 Prozent. <BR /><BR />