Die Marokkanerin Ghizlane Moutahir, die schon länger in Oliveto Lario in der Provinz Lecco wohnte, glitt am Sonntag am Stahlseil befestigt über einen Wald, als sie aus einer Höhe von rund 20 Metern in die Tiefe stürzte.<BR /><BR />Unklar blieb , wie die Frau aus dem gesicherten Gurt fallen konnte. Nicht ausgeschlossen wird, dass sie selbst wegen einer Panikattacke oder eines Unwohlseins den Gurt geöffnet haben könnte. Das Geschirr, in dem sie hing, fiel nicht mit ihr in die Tiefe. Die Tragödie ereignete sich vor den Augen der Nichten der Frau, die gerade die zweieinhalbminütige Seilfahrt hinter sich hatten.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1025721_image" /></div> <BR /><BR />Trotz des schnellen Eingreifens von Alpinrettung, Feuerwehr und anderen Einsatzkräften erlag die Frau den schweren Verletzungen. Sie starb noch am Unfallort. Ihre Leiche wird jetzt obduziert. Die Staatsanwaltschaft der Stadt Sondrio überprüft auch, ob die Frau beim Start fehlerhaft befestigt war. Die Strecke am Stahlseil von Albaredo nach Bema ist rund 1500 Meter lang, die maximale Höhe über dem Boden beträgt 234 Meter.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1025724_image" /></div> <BR /><BR />Die Seilrutsche wird von der Firma Fly Emotion betrieben. Deren Geschäftsführer Matteo Sanguineti sagte: „Ich bin schockiert. Seit der Eröffnung der Anlage 2011 ist noch nie etwas auch nur annähernd Vergleichbares passiert; über 200.000 Menschen sind in der Anlage geflogen, darunter viele Touristen, die im Valtellina-Gebiet Urlaub machten. Mein erster Gedanke gilt dem Opfer und seiner Familie, der ich mein tiefstes Beileid ausspreche. Wir stehen den Justizbehörden zur Verfügung und werden als Erste versuchen zu verstehen, was geschehen sein könnte.“