Die erfahrenen Fahrlehrerin sagt, welches Verhalten im Straßenverkehr tatsächlich extrem oft mit einem Unfall endet und dass ausgerechnet erfahrene Lenkerinnen und Lenker oft viel gefährlicher unterwegs sind. <BR /><BR />Wenig abgewinnen kann der geplanten Neuerung die Inhaberin der Fahrschule Ulli in Bozen, Ulli Oberwanger. „Damit verschiebt sich das Problem nur zeitlich. Autofahren lernt man, indem man fährt“, sagt sie. <BR /><BR />Frischgebackene Führerscheinbesitzer dürfen derzeit in Italien ein Jahr lang nur Pkw fahren, deren Motorleistung nicht über 70 Kilowatt liegt und die nicht über 55 Kilowatt pro Tonne Leergewicht haben. Ein größeres Fahrzeug dürfen sie nur lenken, wenn am Beifahrersitz eine Person unter 65 Jahren mitfährt, die seit mindestens 10 Jahren den B-Führerschein hat oder – unabhängig vom Alter – einen C- oder D-Führerschein. Bald soll diese Regelung 3 Jahre lang gelten. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="913225_image" /></div> <BR /><BR />„So mancher Führerscheinneuling verzichtete bisher darauf, sich für ein Jahr einen Kleinwagen zu kaufen. Insofern ist es schon wahrscheinlicher, dass sich jemand ein Auto zulegt, wenn es um 3 Jahre geht“, sagt Ulli Oberwanger. Den Effekt, dass sich jemand gleich nach der Prüfung ein Auto zulegt, hätte man ihrer Ansicht nach auch erzielen können, indem man die Kilowattgrenze für zulässige Fahrzeuge erhöht, z.B. auf 90 Kilowatt. <BR /><BR />Sie selbst hält aber nicht einmal die Ein-Jahres-Regel für zielführend. Oftmals sei das Familienauto nicht für Neulinge zulässig, und ein zweites Auto zu kaufen, können oder wollen sich viele nicht leisten. „Auch weil gerade der Gebrauchtwagenmarkt für Kleinautos überteuert ist, da alle eines suchen,“ weiß Oberwanger. <h3> Neulinge bauen nicht mehr Unfälle als Erfahrene</h3>Andererseits: Wer sich lange nicht hinters Steuer setze, könne verunsichert werden. „Wir hatten schon Kunden, die nach bestandener Prüfung ein Jahr lang keine Gelegenheit hatten, Auto zu fahren. Sie haben wieder Fahrstunden genommen, weil sie sich nicht mehr getraut haben. Damit geht der Schuss nach hinten los, das Problem verschiebt sich nur zeitlich. Autofahren lernt man halt, indem man fährt“, sagt Oberwanger. <BR /><BR />Auch könne man nicht pauschal sagen, dass Führerscheinneulinge mehr Unfälle bauen. „Es gibt zwar jene, sich sich anfangs überschätzen, aber nicht selten sind es gerade erfahrene Lenker, die leichtsinnig werden.“ Dass die Strafen für die Benutzung des Handys am Steuer verschärft werden, findet die Fahrlehrerin hingegen nicht schlecht.<BR /><BR /> „Bei jedem 3. Unfall hat einer der Beteiligten das Handy in der Hand. Ein Beispiel: Bei 40 km/h legt man in einer Sekunde 12 Meter zurück. Das reicht aus, um über eine Kreuzung zu fahren. Da kann – wenn ich auch nur eine Sekunde aufs Handy schaue – viel passieren. “<BR />