Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten und Geschichte.<BR /><BR /><b>Von Hanspaul Menara</b><BR /><BR />Wer von Bozen oder auch von Sterzing über das Penser Joch ins Sarntal kommt, fährt bis nach Astfeld, biegt dort ostseitig ab und gelangt durch das schöne Durnholzer Tal schließlich zu einem Parkplatz, wo unsere Fußwanderung beginnt. Gerade über uns liegt das Dorf Durnholz, weiter rechts der sehr stattliche Durnholzer See, der auf jeden Fall einen Kurzbesuch oder sogar seine Umrundung lohnt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1223988_image" /></div> <BR />Unser Weg führt aber dann hinauf ins Dorf, wo der eigentliche Aufstieg zur Karnspitze beginnt, die sich im Mittelkamm der Sarntaler Alpen befindet, der das Durnholzer Tal vom inneren Sarntal trennt. Während dieser Kamm in seinem Endabschnitt hoch über Astfeld mit der Leiterspitze ein besonders bekanntes Gipfelziel aufweist, ist die Tour auf die Karnspitze im mittleren Kammteil zwar nicht weniger lohnend, wird aber wohl weniger häufig durchgeführt.<BR /><BR /> Jedenfalls eignet sich die markante, geologisch in der Zone des Brixner Quarzphyllits liegende Karnspitze dank der südseitigen Lage des Aufstiegs auch zu dieser Jahreszeit sehr gut für eine Besteigung – solange kein Schnee liegt und frühherbstliche Verhältnisse herrschen. <BR /><BR />Der durchgehend gut markierte und daher nicht zu verfehlende Anstieg – er ist übrigens Teil der bis zur erwähnten Leiterspitze führenden Kammroute – beginnt mitten im sonnigen Dorf Durnholz, das man wohl als eine der schönstgelegenen Siedlungen des ganzen Sarntals nennen darf. Und es besitzt die weithin sichtbare Nikolauskirche mit ihren reichen gotischen Fresken, die das Gotteshaus zu den besonderen kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten des Tales machen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1223991_image" /></div> <embed id="dtext86-71802997_listbox" /><BR /><BR />Doch dann machen wir uns auf den Weg. Zuerst geht es durch steile Wiesen gerade hinauf zum Pronnhof, der – meist als Prannhof – bereits seit 1348 schriftlich fassbar ist, und dann steigen wir teils im Wald, teils am Rand von Wiesen, auf denen im unteren Bereich um diese Zeit vielleicht noch Vieh weidet, steil empor zu einer ausgedehnten Latschenrodung im Bereich der Prennwiese.<BR /><BR /> Dort habe ich vor vielen Jahren eine schwarze Kreuzotter, eine sogenannte Höllenotter, angetroffen, die gerade ein Jungvögelchen verschlungen hatte und sich mit einem zweiten im Maul talwärts schlängelte. <BR /><BR />Nach der Prennwiese steigen wir zielstrebig hinauf ins Durnholzer Jöchl, einem uralten Übergang von Durnholz nach Pens, queren hinüber zum eigentlichen Bergaufbau der Karnspitze, und nach kurzem Aufstieg am felsigen Steilhang stehen wir oben am höchsten Punkt. <BR /><BR />Wir blicken hinab zum Kirchturm von Durnholz und wir erfreuen uns an der Schau über den prächtigen Gipfelkranz der Sarntaler Alpen – bevor wir über die nun schon bekannte Route wieder nach Durnholz absteigen.<h3> Die Tour im Überblick</h3><div class="img-embed"><embed id="1223994_image" /></div> <b>Wegverlauf:</b> Anfahrt von Astfeld im Sarntal zum Parkplatz unterhalb von Durnholz (1.540 m; Bushaltestelle). Nun auf der Straße kurz zum Ausfluss des Durnholzer Sees und auf Fußweg oder mit kleinem Umweg über die Straße hinauf ins Dorf Durnholz (1.558 m); dann der Markierung 12 folgend (Wegweiser „Durnholzer Jöchl“) auf heute grasbewachsener ehemaliger Hofzufahrt durch die Wiesen hinauf zum Pronn- oder Prannhof, rechts an ihm vorbei, auf Fußweg (weiterhin markiert) am Waldrand bzw. durch Wald teilweise sehr steil hinauf zu einer ausgedehnten Latschenrodung (ca. 1.850 m) und durch Latschenhänge und über Grasgelände empor zum Durnholzer Jöchl (2.236 m; Übergang nach Pens im hintersten Sarntal). Von da auf Steig 17 nahezu eben ein Stück westwärts, dann über Gras hinauf zu einer Kriegsruine und schließlich auf steinigem Bergpfad teilweise über Blockwerk steil empor zum Gipfel (2.412 m; ab Durnholz gut 2 <EinHalb></EinHalb> Std.). – Abstieg: über die Aufstiegsroute (1 <EinHalb></EinHalb> Std.).<BR /><b><BR />Höhenunterschied:</b> 872 m<BR /><BR /><b>Gesamtgehzeit:</b> 4 Std.<BR /><BR /><b>Orientierung und Schwierigkeit:</b> Bei trockenen und schneefreien Wegen unschwierige, allerdings großteils steile und auch steinige Bergtour.<BR /><BR /><b>Wanderkarten 1:50.000:</b> Kompass, Blatt 56 (Brixen) – <b>1:25.000:</b><BR />Tabacco, Blatt 040 (Sarntaler Alpen)<BR /><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/seit-50-jahren-geht-er-dem-traumberuf-nach-im-wahrsten-sinne-des-wortes" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr über unseren Autor Hanspaul Menara.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Wandertipps" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Und hier finden Sie weitere seiner Wandertipps.</a>