„Der Alpenverein rät sicher nicht davon ab, mit Kindern die Herausforderung auf Klettersteigen zu suchen. Es muss aber klar sein, dass das Klettersteiggehen immer auch mit einem Absturzrisiko verbunden ist: Bereits bei einem kleinen Fehler oder mangelhafter Ausrüstung besteht Lebensgefahr", warnt der ÖAV in einer Aussendung.Am Klettersteig und auch auf versicherten Wegen müssten Erwachsene ihre Schützlinge intensiv betreuen und gegebenenfalls zusätzlich sichern. Kinder bei Tourenplanung miteinbeziehen Schon bei der Tourenplanung sollten Eltern überlegen, ob der geplante Klettersteig für das Kind tatsächlich geeignet ist. Sowohl Klettersteigtyp und Schwierigkeit, als auch Länge und Rahmenbedingungen sollten in Betracht gezogen werden. „Wir Erwachsenen sind gefordert, die eigenen Gipfelziele zurückzustellen und unser Programm an die Jüngsten anzupassen. Für sie ist noch viel mehr der Weg das Ziel, nicht das Gipfelkreuz am Ende der Wanderung“, so Sprecher Michael Larcher. Ausgesetzte Stellen können zusätzlich gesichert werden Dabei sollten die Eltern selbst einschätzen können, was ihrem Sprössling zuzumuten ist. So kann ein Sechsjähriger schon trittsicher unterwegs sein, während ein Zehnjähriger noch unsicher ist und leicht stolpert. In beiden Fällen sollten ausgesetzte Stellen an Wanderwegen oder Klettersteigen mit Vorsicht genossen werden."Wer mit Kindern unterwegs ist und auf Nummer sicher gehen will, sollte einen kindergerechten Klettergurt und ein Seilstück im Rucksack haben, um das Kind an absturzgefährdeten Stellen zu sichern – auch dann, wenn noch kein Klettersteigset vonnöten ist", betont Bergsportexperte Larcher. "Sich das notwendige Wissen und Können in der Sicherungstechnik anzueignen unumgänglich.“