Sonntag, 27. März 2016

Mit Kindern voll besetzter Reisebus drohte 250 Meter abzustürzen

In Großarl im Pongau hat die Feuerwehr am Ostersonntag den Absturz eines mit Kindern voll besetzten Reisebusses aus Belgien verhindert. Das Fahrzeug war beim Rückwärtseinparken über die Straße hinausgeraten und drohte seitlich über eine steile, etwa 250 Meter lange Böschung abzurutschen.

Der Bus drohte 250 Meter abzustürzen (Foto/copyright:apa/FF Großarl)
Der Bus drohte 250 Meter abzustürzen (Foto/copyright:apa/FF Großarl) - Foto: © APA

Die 47 Insassen mussten rund 20 Minuten im Bus ausharren, bis das Fahrzeug mit Gurten und Seilen gesichert war.

„Wir wurden kurz nach 10.00 Uhr vom Besitzer eines Jugendheims im Ellmautal alarmiert“, sagte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Großarl, Josef Prommegger, am Nachmittag zur APA. Er bezeichnete die Situation als durchaus prekär.

„Wenn die Kinder über die Türen ausgestiegen wären, hätte sich das Gewicht so verlagert, dass der Bus abgestürzt wäre.“ Die Feuerwehr forderte die Kinder darum mit Hilfe des Reiseleiters auf, auf der linken Fahrzeugseite zu bleiben.

„Sobald der Bus gesichert war, sind dann alle ruhig und gesittet ausgestiegen“, berichtete Prommegger. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt, die Chauffeure, Reisebegleiter und Schüler kamen mit dem Schrecken davon.

Nachdem die Gefahr für die Insassen gebannt war, gestaltete sich die Bergung des Fahrzeugs noch recht aufwendig. Gemeinsam mit Helfern der Freiwilligen Feuerwehr St. Johann waren die Einsatzkräfte aus Großarl fast drei Stunden lang damit beschäftigt, den Bus sicher zurück auf die Straße zu ziehen.

Wie Josef Gruber, der Betreiber des Jugendgästehauses im Ellmautal zur APA sagte, gehe es den Kindern gut. „Sie sind die ganze Nacht durchgefahren und haben sich schon auf den Urlaub gefreut.“ Der Vorfall dürfte die Vorfreude allerdings nur kurz getrübt haben.

Nach einem Mittagessen in der Herberge waren die Schüler am Sonntagnachmittag laut Gruber bereits alle auf den Skipisten unterwegs.

apa

stol