Die Bozner Staatsanwaltschaft hat jetzt alle Akten an die Staatsanwaltschaft von Parma weiter geleitet, wo gegen den Verdächtigen in einer ganzen Reihe von Fällen ermittelt wird.Zur Last gelegt wird ihm Betrug – möglicherweise auch Bandenbildung, sollte sich der Verdacht der Fahnder bestätigen, dass der Mann mit mehreren Komplizen zusammen gearbeitet habe.Hintergrund Es war im Jahr 2010, als ein Unternehmer aus der Umgebung von Bozen ein neues Produkt auf den Markt bringen wollte. Für Produktion und Vermarktung brauchte er Geld. Die heimischen Banken, die er wegen eines Darlehens kontaktierte, sollen ihm aber eine Absage erteilt haben.Als der Unternehmer schon aufgeben wollte, schien ihm Fortuna plötzlich doch noch gewogen zu sein: Ein Südtiroler Betriebsberater erzählte ihm von der Investmentfirma „International World Investment Loans“, die völlig unbürokratisch auch hohe Summen verleihen würde.Der Präsident der Firma, Aldo Ferrari aus Parma, soll dem Unternehmer die beantragte Summe auch zugesichert haben.Alles, was er dafür tun müsse, sei, ein Bankkonto in Rumäninen zu eröffnen, über das die Transaktion abgewickelt werden sollte. Und noch eine „Kleinigkeit“ müsse im Vorfeld erledigt werden: Für die Gewährung des Darlehens und den bürokratischen Aufwand sei eine Gebühr zu entrichten, die angesichts der Summe von 80 Mio. Euro aufzubringen sein müsste – nämlich 126.000 Euro.Der Unternehmer überwies das Geld und wartete hoffnungsvoll auf den Millionenregen. Und darauf wartet er heute noch. Mehrfach hatte er bei der Investmentfirma nachgefragt, wann denn sein Geld eintreffen würde. Er wurde aber immer wieder vertröstet, dass es nur eine Frage von Tagen sei. Bis jetzt hat er aber keinen Cent erhalten, und seine 126.000 Euro sind auch verschwunden. Anzeige erstattet hatte schließlich im Frühjahr 2011 der Wirtschaftsberater des Unternehmers, weil er den Verdacht hatte, dass sein Kunde betrogen worden sein könnte.____________________________________________________________________________________________Mehr dazu lesen Sie in der Tageszeitung „Dolomiten“